Zum Gedenken

25.01.2017 • 17:14 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Rita Bertolini

Egg. Sie war von Anfang an ein richtiger kleiner Wirbelwind, Rita, die jüngste der vier Kinder in der Baumeisterfamilie von Anna und Hans Bertolini im

Roßhag. Geboren am 9. Juli 1966 wuchs sie wohlbehütet auf, half am liebsten Mama beim Bügeln und Kochen und Däta im Büro und Lager. Alles interessierte sie und alles sammelte sie. Diese Sammelleidenschaft ist ihr geblieben, wenn man bedenkt, wie viel sie suchen und zusammentragen musste, um ihre wunderschönen Bildbände „Stein auf Stein“, „Bodengut“, „Innenleben Vorarlberg“ und viele andere zu erstellen. Rita war sehr kreativ. Nach einem Jahr Textilschule, den Lehrjahren und anschließender Tätigkeit bei Textil Rhomberg als Textilzeichnerin eröffnete sie 1992 ihr eigenes Grafikbüro in Bregenz.

Sie arbeitete leidenschaftlich gerne und war auch ein geselliger Mensch. Sie hat ihre Güte und ihren bezaubernden Humor reich verschenkt und ihre Lebensfreude und Heiterkeit geteilt. Mit ihrem Schatz Frank schloss sie 1997 in Rom die Ehe. Gemeinsam bauten sie ein Haus am Pfänderweg.

Vieles hat Rita in ihrem Leben geplant und durchgeführt. Dann kam das Unerwartete, die Diagnose Krebs. Doch sie hat nicht aufgegeben – hat weiter geplant: wie umgehen mit dieser Diagnose, mit der Krankheit, mit dem Blick auf den Tod? Bewundernswert hat sie dies alles gemeistert.

Ihr Buch „Sterbstund“ und die Ausstellung dazu im Landesmuseum zeugen davon. „Der Tod ist Teil des Lebens“, war ihre klare Einstellung, und sie bereitete das Organisatorische für ihren Abschied vor – inkl. der Gestaltung der Todesanzeige.

In den letzten Monaten ihrer Krankheit durfte sie die liebevolle Pflege ihrer Eltern, unterstützt von der ganzen Familie, erfahren.

Pfarrer Friedl Kaufmann wählte für die Wort-Gottes-Feier das Evangelium von den Talenten, die es zu nutzen gilt, und zeigte auf, wie Rita die ihr geschenkten Talente in reichem Maße genutzt hat. Die Musikerfamilie Metzler und die Angehörigen gestalteten die Feier mit. Auf Ritas Wunsch lasen Stadtarchivar Mag. Thomas Klagian und Dr. Kurt Greussing Texte von ihr bekannten und geschätzten Autoren.

Mögen der Glaube und die große Anteilnahme für die Angehörigen Trost und Kraft sein und Rita nun in ihrer neuen Heimat bei Gott leben.