Neues Wohnquartier auf Gemeindegrund

Vorarlberg / 26.01.2017 • 18:22 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

11.000 Quadratmeter in Mäder sollen bebaut werden. Anrainer reden mit.

Mäder. (VN-doh) „Die aktive Bodenpolitik in Mäder ermöglicht es uns, einen eigenen Masterplan für das neue Wohnquartier zu erstellen“, erklärte Bürgermeister Rainer Siegele beim Informationsabend am Mittwochabend. Die Gemeinde hatte Anrainer und Interessierte eingeladen, um gemeinsam über die Zukunft des rund 11.000 Quadratmeter großen Gemeindegrundstücks im Ortsgebiet „Egeten/Im Waul“ zu diskutieren. „Wir wollen das Wachstum nicht künstlich ankurbeln und auch nicht den größtmöglichen Profit aus dem Grundstück schlagen“, stellte Siegele klar. Neuer Wohnraum sei aber auch für Mäder wichtig. Der Ausgang der Planungen ist noch völlig offen. Weder die Zahl an Wohnungen noch jene der Baukörper stehen fest. Klar ist nur, dass eine Mischung aus sozialem und privatem Wohnraum entstehen soll. Und das Ganze in verdichteter Bauweise.

Neue Wohnformen

Innovativ soll das Quartier sein, das wurde von den Verantwortlichen mehrfach betont. Der Boden soll effektiv genutzt werden, denn kompaktes Bauen ermögliche auch mehr nutzbare Freiflächen und könne das Verkehrsaufkommen reduzieren. Gemeinschaftsflächen- und -räume könnten einen Mehrwert für das Quartier bedeuten, und auch innovative Wohnformen, wenn etwa mehrere Generationen gemeinsam Bauen, wolle man fördern.

Ziel des Infoabends war es, die Anrainer früh über die Entwicklungen in Kenntnis zu setzen, ihre Wünsche in die Planungen einfließen zu lassen und dabei auch auf die Ängste einzugehen. Der Verkehr und mögliche Zufahrten zum Areal stellten sich schnell als Hauptkritikpunkte heraus.  Dass man auch in Sachen Verkehr innovativ sein möchte, zeigte unter anderem die Idee des Bürgermeisters, dass die künftigen Bewohner, wenn überhaupt, nur ein Auto haben. Carsharing-Modelle für das Quartier könnten hier Lösungen sein, so Siegele.

Kritik und Wünsche der Anrainer sollen nun in den Planungsprozess einfließen. Im Frühjahr wird ein Team mit Architekten, Landschafts- und Verkehrsplanern in einem dreitägigen Workshop konkrete Ansätze ausarbeiten. Dieser Workshop wird von einem Feedback-Team begleitet, dem auch Anrainer angehören. Die Ergebnisse sollen laufend öffentlich vorgestellt werden.