Zahl der Suchtgiftopfer steigt

Vorarlberg / 26.01.2017 • 22:34 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Österreichischer Drogenbericht weist mehr Todesfälle bei stabiler Lage auf.

Wien, Schwarzach. Bis auf einen nicht gut erklärbaren Anstieg der Zahl der drogenbedingten Todesfälle im Jahr 2015 ist die Situation bei den illegalen Suchtgiften in Österreich stabil. Die Raucherquoten bei den 15-Jährigen sind in den vergangenen Jahren gesunken. Dies geht aus dem österreichischen Drogenbericht hervor, der Donnerstagvormittag in Wien vorgestellt worden ist.

Die Fachleute gehen davon aus, dass in Österreich zwischen 29.000 und 33.000 Menschen einen risikoreichen Opioid-Konsum aufweisen. Das sind vor allem Menschen mit Heroingebrauch. Hier hat sich die Situation im Vergleich zur Vergangenheit kaum geändert.

1313 Anzeigen in Vorarlberg

Die Situation in Vorarlberg hat sich im Jahr 2015 allerdings gegenläufig zum bundesweiten Trend entwickelt: 1.313 Anzeigen bedeuten einen Rückgang von 7,1% im Vergleich zu 2014. Dem standen im vorletzten Jahr 15 Drogentote in Vorarlberg gegenüber. Mehr als in den Jahren zuvor. „Wir müssen und werden in Vorarlberg unseren Weg in der Drogenpolitik konsequent fortsetzen. Es gilt Prävention und Aufklärung sowie die Zusammenarbeit mit unseren kompetenten Beratungs- und Therapieeinrichtungen weiter zu forcieren“, kündigt Gesundheitslandesrat Christian Bernhard in seiner Reaktion auf den Drogenbericht des Gesundheitsministeriums an.

Durch die Nachbarschaft zur Schweiz und zu Deutschland ist Vorarlberg in der Drogenproblematik stärker betroffen als andere Bundesländer, trotzdem gibt es nichts zu beschönigen, betont Landesrat Bernhard. Bei den Opfern in Vorarlberg handelt es sich hauptsächlich um ältere Menschen um die 50 Jahre und darüber, die schon viele Jahre lang drogenabhängig waren. Die meisten von ihnen haben sich in keiner ärztlichen oder psychologischen Betreuung mehr befunden. Dies müsse laut Landesrat Bernhard zum Anlass genommen werden, sich vermehrt auch auf die „alt gewordenen Drogensüchtigen“ zu konzentrieren. 

Der Missbrauch von Heroin blieb laut Drogenstatistik in den vergangenen Jahren konstant. Foto: VN
Der Missbrauch von Heroin blieb laut Drogenstatistik in den vergangenen Jahren konstant. Foto: VN