Jugendliche machen aus Abfall Licht

Vorarlberg / 27.01.2017 • 19:19 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Prämiert: Die Drahtleuchte von Fabian (l.) und Alexander sowie die Hängelampe von Amanda (l.) und Anna Diana.  Fotos: VN/Paulitsch
Prämiert: Die Drahtleuchte von Fabian (l.) und Alexander sowie die Hängelampe von Amanda (l.) und Anna Diana. Fotos: VN/Paulitsch

Vorarlberger Schüler kreierten Leuchten aus Recyclingmaterialien. Gewinner prämiert und Werke ausgestellt.

Dornbirn. (VN-jun) Blechdosen, leere Chipstüten, Deckel von Plastikflaschen und Kunststoffverpackungen sind eigentlich Müll. Nicht aber für die 213 Jugendlichen, die beim Designwettbewerb „MWANGA – Sicheres Licht für alle“ des designforums Vorarlberg mitgemacht haben. Denn sie gestalteten aus eben diesen Abfall- und Recyclingmaterialien 123 Leuchten. Damit die Lampen auch in Regionen fernab der öffentlichen Stromversorgung leuchten können, verwendeten die Jugendlichen spezielle LED-Module. Diese wurden von der Bregenzer Firma Kairos entwickelt und können mit einer Vielzahl von alternativen Stromquellen betrieben werden.

Ziel des Projekts MWANGA war es, ein Bewusstsein für Energie und die Bedeutung von Licht vor allem auch in Ländern, für die Strom nicht selbstverständlich ist, zu fördern. Zudem sollten Kreativität und soziales Engagement angeregt werden. „Der spielerische Umgang der Jugendlichen mit den verschiedensten Materialien und der kreative Zugang zur Aufgabenstellung haben uns sehr begeistert“, berichtet Theresa Feurstein, Leiterin des designforums Vorarlberg. Aus den eingereichten Entwürfen der Jugendlichen im Alter zwischen zwölf und 19 Jahren hat eine Jury die drei besten Ideen prämiert.

Kreative Gewinner

Mit ihrer Leuchte „Wired Light“ erzielten die 18-Jährigen Alexander Kaufmann und Fabian Scandella vom Bundesgymnasium Dornbirn den ersten Platz. „Wir haben eine verstellbare Leselampe aus Draht hergestellt“, erläutert Alexander. „Dass wir mit unserer einfachen Leuchte gewinnen, hätten wir nicht gedacht“, sagt Fabian. Aber mit dieser Einfachheit überzeugten die beiden Schüler die Jury. Die Drahtleuchte sei funktional und mit wenigen, vorhandenen Materialien leicht nachbaubar. Zudem knüpfe die Lampe an eine in Afrika große Handwerkstradition, das Drahtbiegen, an.

Den zweiten Platz belegten die Schülerinnen Amanda Stumvoll (16) und Anna Diana Mätzler (16) vom BORG Egg. Sie kreierten aus asiatischen Essstäbchen die Hängelampe „Chopstick Diamond“. „Die einzelnen Stäbchen haben wir mit kleinen Nägeln zusammengebaut. So kann die Lampe nach Bedarf zusammengeschoben oder auseinandergezogen werden“, erklärt Amanda. Platz drei ging an das Team der Landesberufsschule Bregenz 2 mit dem Entwurf „Plastiklampe“.

Die Leuchten sind noch bis 23. Februar im designforum Vorarlberg ausgestellt. Alle Entwürfe stehen dem „Sunlight Project“ zur Verfügung. Dieses fördert die Verbreitung der LED-Technologie in Ländern ohne Stromversorgung.