Siebter tödlicher Alpinunfall im Jänner nach Skisturz am Golm

Vorarlberg / 30.01.2017 • 22:24 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

62-jähriger Vorarlberger starb am Samstag bei Unfall im Golmer Skigebiet.

Schruns. (VN-gs) Die Reihe von tragischen Unfällen in Vorarlbergs Wintersportgebieten scheint kein Ende zu nehmen.

Kurz nachdem am Samstagvormittag ein 54-jähriger Vorarlberger beim Eisklettern in Brand tödlich verunglückt war (die VN berichteten), kam im Skigebiet Golm ein weiterer Vorarlberger ums Leben.

Gegen Hindernis geprallt

Der 62-jährige Mann war um 11.50 Uhr mit seinen Skiern auf der rot markierten Piste 8 (Vandanser Abfahrt) unterwegs, als er kurz nach der Skibrücke über dem Aualatschbach aus bisher unbekannter Ursache rechts von der Piste abkam und stürzte. Laut Auskunft der Polizeiinspektion Schruns fiel der Mann in den Schnee und prallte dabei gegen ein Hindernis. Der 62-Jährige zog sich dabei tödliche Wirbelverletzungen zu.

Da der Unfallhergang nicht vollends geklärt ist, sucht die Polizeiinspektion Schruns (Tel. 059 133 8107) allfällige Zeugen, die das Unglück beobachtet haben und genauere Angaben machen können.

Mehrzahl Deutsche

Der Verunglückte ist seit Jahresbeginn 2017 das siebte Todesopfer durch einen Alpinunfall im Vorarlberger Gebirge. Insgesamt sind seit dem 2. Jänner drei Menschen durch Lawinenabgänge im Klostertal, in Zürs und Brand ums Leben gekommen. Zu einem tödlichen Rodelunfall kam es in St. Gallenkirch, in Brand starb ein Wintersportler beim Eisklettern. Skiunfälle in Tschagguns und der jüngste am Golm endeten zwei Mal tödlich. Bei den Todesopfern handelte es sich um vier Deutsche, einen Niederländer und zwei Vorarlberger.

Der tödlich verletzte Vorarlberger wurde mit dem C- 8-Hubschrauber geborgen. Eine Obduktion soll die genaue Todesursache klären. VN
Der tödlich verletzte Vorarlberger wurde mit dem C- 8-Hubschrauber geborgen. Eine Obduktion soll die genaue Todesursache klären. VN