Zweiter Arbeitsmarkt soll ausgebaut werden

30.01.2017 • 19:39 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

Sozialbetriebe warnen vor Konsequenzen der Sozialhilfekürzung.

Lustenau. (VN) Vorarlbergs Sozialunternehmen haben auf die geplante Kürzung der Mindestsicherung reagiert. Der Zusammenschluss von Aqua-Mühle, Carla, Inte­gra, Kaplan-Bonetti und den Dornbirner Jugendwerkstätten fordert die Landesregierung auf, mehr Geld in den zweiten Arbeitsmarkt zu investieren, wie Benedicte Hämmerle, Koordinatorin des Zusammenschlusses, ausführt: „Menschen, die sich ohnehin schon schwer tun, am Arbeits- und Gesellschaftsleben teilzunehmen, haben bald noch weniger zum Leben.“ Derzeit seien rund 3000 Menschen in Vorarlberg von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen, die Zahl sei in den vergangenen Jahren stetig gewachsen.

Grundsätzlich seien Arbeitsanreize zu begrüßen, dennoch sei der Ausbau von Transitarbeitsplätzen auf dem zweiten Arbeitsmarkt notwendig, erklärt Hämmerle weiter: „Menschen, die die Mindestsicherung beziehen, wollen in der Regel auch arbeiten. Es gibt aber nicht genug passende Jobs.“

Die Menschen wollen arbeiten, finden aber keine Jobs.

Benedicte Hämmerle