Arbeitsplatz mit Rundumsicht

Vorarlberg / 31.01.2017 • 19:35 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Das steckt hinter den Arbeitsgeräten der Fluglotsen am Flug­hafen Altenrhein.

Altenrhein. (VN-ger) Bei diesem Job ist nicht nur Überblick, sondern auch ein gewisses Maß an Kondition gefragt: Bevor es an die Arbeit geht, gilt es zunächst 59 Stufen über eine Wendeltreppe und eine abschließende steile Leiter zu absolvieren. Doch der Aufstieg lohnt sich. Oben angekommen, genießen die Fluglotsen am Flughafen St. Gallen-Altenrhein einen aussichtsreichen Rundumblick bis zum Bodensee. „Die großen Fenster sind unser primäres Hilfsmittel, um den Verkehr abzuwickeln“, erläutert David Bättig, stellvertretende Leiter der Skyguide-Flugsicherung am Flughafen St. Gallen-Altenrhein. Wichtig für die tägliche Arbeit sind aber auch die zahlreichen Monitore, die sich vor den „Dirigenten der Lüfte“ befinden (siehe Grafik).

Skyguide kümmert sich an 14 Standorten um die Flugsicherung in der Schweiz und im angrenzenden Ausland. Die Kontrollzone des Flughafens St. Gallen-Altenrhein reicht laut Bättig von Romanshorn bis knapp über die österreichische Grenze. Pro Tag stehen die Fluglotsen dort mit rund 200 bis 300 Fliegern in Kontakt. „Am meisten los ist im Sommer, wenn sich die ganzen Sportflieger auf die Socken machen, die haben kein Instrumentenlandesystem“, führt der stellvertretende Leiter aus. Denn im Gegensatz zu den großen Passagierflugzeugen müssen die kleinen Maschinen der Hobbypiloten manuell so gestaffelt werden, dass die einzuhaltenden Abstände gewährleistet sind.

Gearbeitet wird im Flughafentower in Altenrhein in drei Schichten – von 6 bis 13.30 Uhr, von 9 bis 16.30 Uhr und von 13.30 bis 21 Uhr. Tagsüber sind im Normalfall zwei Mitarbeiter im Einsatz. „Der eine spricht mit den Fliegern, der andere übernimmt den Funkverkehr mit dem Bodenpersonal und macht jede halbe Stunde das Wetter“, ergänzt David Bättig.

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