Jugend, Bildung und Digitalisierung

31.01.2017 • 17:55 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Auftakt im Landtag: Am Mittwoch treffen sich 36 Abgeordnete zur ersten Sitzung 2017.

Bregenz. (VN-tw) „(Aus)Bildung 4.0 – für eine Aufwertung der MINT-Fächer!“ So lautet der Titel der Aktuellen Stunde, mit der die Volksvertreter in den Sitzungstag starten. Turnusmäßig gaben die Vorarlberger Sozialdemokraten mit Klubchef Michael Ritsch (48) das Thema vor. „Sämtliche Aspekte des Lebens werden zunehmend digitalisiert. Doch sind wir für diese Entwicklung gerüstet? Sind wir als Gesellschaft mit dem Know-how ausgerüstet, um den Ansprüchen einer digitalen Zukunft gerecht zu werden?“ Derartige Fragen sind für ihn vor allem bildungspolitischer Natur, betont Ritsch und will das Ganze im Landtag breit debattiert wissen.

„MINT“ gilt als Zauberwort

Das Zauberwort aus seiner Sicht heißt in diesem Zusammenhang „MINT“. Mit diesem Akronym sind die Bereiche Mathematik, Informatik sowie Naturwissenschaft und Technik gemeint. Kenntnisse auf diesen Gebieten werden in einer digitalisierten Gesellschaft zu den wichtigen Grundausbildungen zählen, sagt Ritsch. „Pro Jahr verzeichnet Österreich derzeit knapp 11.000 HTL- und rund 17.000 MINT-Absolventen an Universitäten und Fachhochschulen. Für ein Studium im naturwissenschaftlichen Bereich entscheiden sich jedoch nur etwa 25 Prozent aller Studierenden, davon mehrheitlich Männer. Unser Ziel muss daher darin bestehen, das Interesse zu wecken und gerade bei jungen Menschen konkret zu fördern.“ Vorarlbergs SP-Landtagsfraktion unterstütze entsprechende Vorstöße der Bundesregierung uneingeschränkt, betont der Klubchef und fordert vor diesem Hintergrund auch im Land wichtige Meilensteine auf dem Weg zu einem zukunftsfähigen Bildungssystem.

Jugendgesetz wird angepasst

Im Anschluss an die Aktuelle Stunde stehen Anpassungen des Jugendgesetzes auf dem Programm. Darin geht es um die Bereiche Kinder- und Jugendförderung, den Wegfall von Ausgehbeschränkungen für Jugendliche ab dem 16. Lebensjahr sowie eine Ausdehnung des Tabakverbots auf verwandte Erzeugnisse wie elektronische Zigaretten oder E-Shishas und die Verankerung des Vorrangs von Informations- und Beratungsgesprächen beziehungsweise Leistungen für das Gemeinwohl anstelle von Geldstrafen. In der Folge stehen Dringliche Anfragen im Mittelpunkt.

Sicherheit und Integration

Während die Grünen eine Anfrage in Sachen leistbarer Kinderbetreuung zum Thema machen, wollen die Freiheitlichen in einer Anfrage Infos zu sicherheitspolitischen Schwerpunkten im Land im neuen Jahr haben. Auch die Kennzeichnungspflicht für Fleisch und Anträge auf Bewilligung von Leistungen der Integrationshilfe stehen auf der Tagesordnung.

Tagesordnung.
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