Kritik an Zahlungen für Kunstraum Dornbirn

Vorarlberg / 01.02.2017 • 19:14 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

FPÖ-Stadtrat moniert Verhältnismäßigkeit der Subventionen.

dornbirn. (ha) Jahr für Jahr gibt es von der Stadt Dornbirn mehr oder weniger kräftige Förderungen für kulturelle Einrichtungen. Die FPÖ fordert nun, die Höhe der Subventionen zu hinterfragen. Als Beispiel nennt Stadtrat Walter Schönbeck die Unterstützung für den Kunstraum Dornbirn.

Auf seiner jüngsten Sitzung gab der Stadtrat mehrheitlich grünes Licht für eine Reihe von Subventionen für kulturelle Einrichtungen, die ohne öffentliche Gelder nicht überlebensfähig wären. Das weiß auch Schönbeck: „Es geht nicht um die Bewertung der künstlerischen Arbeit, sondern um die Verhältnismäßigkeit der Subventionen.“ Er ist der Meinung, dass die Stadt vor allem bei der Unterstützung des Kunstraums zu großzügig ist: „Für 2017 werden 302.000 Euro zur Verfügung gestellt, davon trägt die Stadt einen Anteil von 192.000 Euro.“ Wenn man die Eintrittserlöse von 6500 Euro berücksichtige, bestehe ein klares Missverhältnis, und das in Zeiten des Sparens. „Da es sich hier um Steuergeld handelt, sollte besonders verantwortungsbewusst mit Beiträgen umgegangen werden“, verlangt Schönbeck, jede finanzielle Unterstützung für kulturelle Organisationen auf ihre Sinnhaftigkeit zu überprüfen und sie nicht einfach Jahr für Jahr automatisch zu erhöhen. Von der SPÖ hätte er sich erwartet, dass sie sich ebenso vehement gegen eine Erhöhung der Kunstraumförderung stellt, wie sie dies Jahr für Jahr beim Rolls-Royce-Museum praktiziere.

Laut Schönbeck subventioniert das Land den Kunstraum dieses Jahr mit 50.000 Euro, vom Bund kommen 27.000 Euro, Sponsoren tragen 21.000 Euro zum Budget bei, die Kunstraum-Freunde machen 6000 Euro locker.

Über 16.000 Besucher

Der Kunstraum Dornbirn veranstaltet regelmäßig an seinem Standort in der historischen Montagehalle direkt neben der inatura Ausstellungen bedeutender zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler. Die Kunstwerke entstehen im Wesentlichen vor Ort. Letztes Jahr wurde mit über 16.000 Besuchern ein neuer Rekord erzielt.

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