Neun Millionen für Hotel in Laterns

Vorarlberg / 01.02.2017 • 18:20 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Neun Millionen für Hotel in Laterns

Gemeinde baut mit Errichtergesellschaft Hotel mit 186 Betten neben Skilift. Jufa als  Betreiber an Bord.

Laterns. (VN-gms, doh) 186 Betten, direkt neben der Talstation: Das soll in Laterns das neue Jufa-Hotel bieten, das sich in den letzten Zügen der Projektentwicklung befindet. Das Hotel wird von einer Errichtergesellschaft gebaut, an der die Gemeinde Laterns mit 35 Prozent beteiligt ist. Zu weiteren Partnern gibt es derzeit keine Angaben. Geführt wird das Hotel von der Jufa (Jugend- und Familiengästehäuser), die das Gebäude auf 30 Jahre, mit Option auf Verlängerung, pachtet. Das Gebäude bleibt im Besitz der Errichtergesellschaft. Laterns profitiert auch von Förderungen des Landes Vorarlberg. 1,8 Millionen Euro bekommt die Gemeinde als Investitionszuschuss. Dazu kommt ein Landesdarlehen über 1,85 Millionen Euro, welches aus den Pachterträgen bedient werden soll. Die Kosten liegen bei rund neun Millionen Euro.

Warten auf Bodenproben

Ausständig sind noch Bodenproben des geplanten Standorts. Davon hänge die Realisierung ab, so Bürgermeister Heinz Ludescher. Sollten keine Probleme auftreten wolle man im Frühjahr mit dem Bau beginnen. Der Betrieb könnte dann mit der Wintersaison 2018/19 anlaufen.

Unter dem Namen „Klangholzhus“ soll das Hotel mit 62 Zimmern und 186 Betten errichtet werden. Das Gebäude wird neben dem Hotelbetrieb auch einen öffentlich zugänglichen Spielplatz, einen ganzjährig geöffneten Gastronomiebetrieb sowie ein Generationencafé beheimaten. Der Entwurf des Architekten Johannes Kaufmann sieht eine höhengestaffelte Struktur mit drei unterschiedlich hohen Baukörpern vor. Das Hotelgebäude ist in den Hang geschoben und die Anzahl der Geschoße variiert zwischen drei und fünf Etagen.

Nächtigungen verdoppeln

Im Laternsertal haben die Nächtigungszahlen stagniert. Jufa-Vorstand Gerhard Wendl möchte mittelfristig mit dem ganzjährig geöffneten Betrieb 25.000 Nächtigungen erzielen. Das würde eine Verdoppelung der Übernachtungen im Tal bedeuten. „Wir sehen uns hier auch als Motor der touristischen Entwicklung“, erklärt Wendl. Ludescher verweist in einem Beitrag im Laternser Gemeindeblatt auf die Fremdenverkehrsabgabe und Kommunalsteuer als Einnahmequelle. Mit dem Hotel entstehe einer der größten Betriebe in der Talschaft. Wendl geht von 15 dauerhaften Arbeitsplätzen, Bürgermeister Ludescher sogar von 25 aus. 

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