Entenjagd wurde zum Sprung ins kalte Wasser

Vorarlberg / 02.02.2017 • 22:15 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Labradorhündin Bonny mit ihren Rettern. Sie erholte sich schon kurz nach der Bergung.  Foto: vol.at/Madlener
Die Labradorhündin Bonny mit ihren Rettern. Sie erholte sich schon kurz nach der Bergung. Foto: vol.at/Madlener

Auf dünnem Eis eingebrochener Hund in Brederis von Wasserrettung geborgen.

Rankweil, Brederis. War es am Mittwoch noch ein neunjähriges Mädchen, das in Höchst aus dem Bruggerloch gerettet werden musste (die VN berichteten), ereilte am Donnerstagvormittag bei einem Baggerloch in Rankweil/Brederis einen Labradormischling dasselbe Schicksal.

Die Hündin Bonny und ein zweiter Vierbeiner waren zuvor von Frauchen Manuela Greber Gassi geführt worden, als der Labrador vermutlich Enten im Teich gesichtet hatte. Jedenfalls lief Bonny auf das nur wenige Zentimeter dicke Eis und brach 25 Meter vom Ufer entfernt ein.

Landesleiter im Einsatz

Die Frau verständigte sofort ihren Sohn, der daraufhin die Polizei und die Wasserrettung rief. Die Einsatzkräfte waren bereits drei Minuten später vor Ort. Dennoch musste der Hund insgesamt 30 Minuten im Wasser verweilen, bevor Sebastian Hellbock, Landesleiter der Vorarlberger Wasserrettung, sich selbst aufs Eis begab, um das Tier aus seiner misslichen Lage zu befreien. Vorher war der Hund nicht in der Lage, nach den geworfenen Seilen und einem mitgebrachten Holzast zu schnappen. Bei dem Rettungsversuch robbte Hellbock vorsichtig auf der nur drei Zentimeter dicken Eisdecke zu dem Hund, brach am Ende aber ebenfalls ein.

Mit einem Seil konnten Kollegen den Wasserretter samt Hund aus dem Wasser ziehen. Bonny ging es kurz nach der Rettung schon wieder besser. Auch Hellbock hat den Einsatz unbeschadet überstanden. Frauchen Manuela Greber hatte sich in dieser Situation richtig verhalten und keinen selbstständigen Rettungsversuch gestartet. Dies hätte ihr unter den gegebenen Umständen zum Verhängnis werden können.

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