„Wir wollen die Welt für Kinder besser gestalten”

Vorarlberg / 02.02.2017 • 19:18 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Michael Zündel koordiniert die Schulausspeisung in Äthiopien. Galmo (r.) und weitere 800 Kinder bekommen am Mittag so eine warme Mahlzeit.
Michael Zündel koordiniert die Schulausspeisung in Äthiopien. Galmo (r.) und weitere 800 Kinder bekommen am Mittag so eine warme Mahlzeit.

Die Auslandshilfe der Caritas Vorarlberg schafft Lebensgrundlagen für Kinder auf der ganzen Welt.

Dornbirn. (VN-jun) Galmo (15) lebt in der Hungerregion Borana im Süden Äthiopiens. Für ihren Schulweg legt das Mädchen täglich 24 Kilometer zurück. Sechs Stunden ist sie dafür unterwegs. Ihr Frühstück ist eine Tasse Tee. Auch mittags gibt es kein Essen. Nach der Schule muss Galmo Zuhause arbeiten, sich um das Vieh der Familie kümmern. Erst um 19 Uhr isst die 15-Jährige ihre erste und einzige Mahlzeit des Tages.

Dank des Schulausspeisungsprogramms der Caritas Vorarlberg ist das nun Geschichte. Denn Galmo und weitere 800 Schulkinder in Borana erhalten nun täglich ein warmes Mittagessen. Zudem versorgte die Organisation während der Dürreperiode in Äthiopien 6600 Haushalte mit Lebensmitteln und päppelte 2260 unterernährte Säuglinge und Kleinkinder auf.

Hilfe in Katastrophengebieten

Während die Caritas Vorarlberg in Afrika zahlreiche Bildungs- und Ernährungsprogramme ermöglicht, werden in Ecuador Mütter und Kinder vor Gewalt geschützt. In Armenien errichtete die Organisation zudem ein Tageszentrum für Kinder mit Behinderung.

Auch in der Katastrophenhilfe ist die Caritas Vorarlberg tätig. Bereits wenige Tage nach dem verheerenden Wirbelsturm 2016 in Haiti unterstützte Caritas-Mitarbeiter Robert Moosbrugger die Menschen vor Ort mit Nothilfepaketen, bestehend aus Nahrungsmitteln und Hygieneartikeln. Bald soll mit der Anpflanzung von Bananenbäumen und Nutzpflanzen begonnen werden. „Unser Ziel ist es, auch künftig Kindern auf der ganzen Welt eine gerechte Chance zu geben“, sagt Caritasdirektor Walter Schmolly.

Denn weltweit sind 60 Millionen Kinder von Krieg, Verfolgung, Kinderarbeit, Gewalt und Ausbeutung betroffen. Sie alle haben eines gemeinsam: Sie wünschen sich Sicherheit, Geborgenheit und möchten in die Schule gehen. Sie wünschen sich, dass der Magen abends nicht knurrt. Sie sollen ein Bett zum Schlafen haben, Schreiben und Rechnen lernen und die Unbeschwertheit des Kindseins erleben dürfen.

Für Kinder im Einsatz

Dafür setzt sich die Auslandshilfe der Caritas Vorarlberg in ihren Projekten in Äthiopien, Mosambik, Ecuador, Armenien, Haiti und Syrien ein. „Wir möchten den Kindern hoffnungsvolle Zukunftsperspektiven bieten und Maßnahmen gegen Hunger setzen“, erklärt Martin Hagleitner-Huber, Leiter der Auslandshilfe. „Mit unseren Projekten ermöglichen wir ihnen ein gesundes Heranwachsen, ohne Hunger und ohne Gewalt, dafür mit medizinischer Grundversorgung und der Chance auf Bildung.“

Allein in Äthiopien kümmern wir uns um 42.000 Kinder.

Michael Zündel

Du hast einen Tipp für die VN Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@vn.at.