Bildungsministerium dementiert Fusion

Vorarlberg / 03.02.2017 • 19:19 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Pädagogische Hochschulen sollen jedoch autonom werden.

feldkirch. (VN-mm, apa) Dem grünen Bildungssprecher im Nationalrat, Harald Walser, schwante Fürchterliches. Die Pädagogischen Hochschulen (PH) sollen bundesweit auf vier schrumpfen, womit die PH Feldkirch ein Dasein als Filiale der Universität Innsbruck fristen würde (die VN berichteten). Die Vizerektorin der PH Vorarlberg, Gabriele Böheim, dementierte solche Pläne bereits. Nun zog auch das Bildungsministerium nach. Es gebe keine Fusion von Pädagogischen Hochschulen. Vorgesehen sei lediglich wie schon im Vorjahr angekündigt eine Reform in Richtung Autonomie.

Derzeit gibt es neun öffentliche PH (eine in jedem Bundesland außer dem Burgenland bzw. zwei in Wien) und fünf private. Für die neue Lehrerausbildung haben sie sich mit Unis zu vier Entwicklungsverbünden zusammengeschlossen. Im Westen sind dies die PH Tirol und Vorarlberg sowie die Uni Innsbruck. Ziel dieser Kooperationen sei, dass in allen Verbünden das gesamte Spektrum der Lehrerausbildung vertreten ist. Darüber hinaus sei kein weiterer Zusammenschluss geplant, verlautete aus dem Ministerium.

Sehr wohl komme aber die Autonomie für die PH. Diese sind derzeit Dienststellen des Bildungsministeriums, künftig sollen sie vollrechtsfähig werden. Die Umstellung auf ein neues Organisationsrecht erfolgt in drei Etappen. Ab der Periode 2022 bis 2024 sollen die PH mit dem Amtsantritt neuer Rektoren voll rechtsfähig sein.

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