Roman über Isfahan im TAS vorgestellt

Vorarlberg / 06.02.2017 • 19:09 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Dzevad Karahasan im Gespräch mit Michael Köhlmeier im Feldkircher Theater am Saumarkt. Foto: bek
Dzevad Karahasan im Gespräch mit Michael Köhlmeier im Feldkircher Theater am Saumarkt. Foto: bek

Dzevad Karahasan las aus „Der Trost des Nachthimmels“.

Feldkirch. (bek) „Der Trost des Nachthimmels“ wird als ein erzählerisches Meisterwerk über die Blüte und den Zerfall eines islamischen Reiches gehandelt. Die Geschichte spielt in Isfahan, der Hauptstadt des Seldschuken-Reiches. Ebendort stirbt unerwartet ein hochangesehener Mann. Der Sohn des Verstorbenen fordert Aufklärung. An den Ermittlungen nimmt auch der Hofastronom Omar Chayyam teil. Er kommt zum Schluss, dass der Mann vergiftet wurde. Der 1953 in Duvno (Jugoslawien) geborene Dzevad Karahasan las Auszüge aus seinem Roman.

Im Anschluss an die Lesung hielt Michael Köhlmeier ein Dutzend spannender Fragen bereit, welche der bosnische Autor ausführlich zu beantworten wusste. Köhlmeier verwies darauf, wie „unglaublich aktuell“ das Buch ist, obwohl es im elften Jahrhundert spielt. „Die Fundamentalisten haben alles Unverständliche ausgetilgt, sie glauben, dass sie alles wissen“, sagte Karahasan und betonte zugleich: „Ein Mathematiker wie Hayan kann niemals ein Fundamentalist sein, denn er weiß, dass es viel Irrationales gibt, etwa unendlich viele Kommastellen.“