Land will von der Schweiz vollumfängliche Klärung

Vorarlberg / 07.02.2017 • 17:31 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
„Sicherheit der AKW in direkter Nachbarschaft hat allerhöchste Priorität“: Appell des Landes an Schweizer Atombehörde ENSI. Foto: VN
„Sicherheit der AKW in direkter Nachbarschaft hat allerhöchste Priorität“: Appell des Landes an Schweizer Atombehörde ENSI. Foto: VN

Land richtet Appell an Atombehörde der Schweiz wegen Atommeiler in Leibstadt.

Bregenz, Zürich. (VN-tw) Ein VN-Bericht über das geplante Hochfahren der Reaktoren im AKW in Leibstadt in der Schweiz lässt im Landhaus die Alarmglocken schrillen. Der Atommeiler soll nämlich laut Aussagen der Werksleitung trotz noch nicht abgeschlossener Ursachenforschung Mitte Februar wieder in Betrieb genommen werden. Das AKW war, wie mehrfach berichtet, wegen Problemen im Bereich der Kühlung der Brennstäbe im Vorjahr vom Netz genommen worden.

Land lehnt Betrieb strikt ab

Die Landesregierung verfasste vor diesem Hintergrund im Rahmen der jüngsten Sitzung ein Schreiben an Hans Wanner, den Direktor des Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorats (ENSI). Darin richtet LH Markus Wallner (49, VP) einen Appell an die Atombehörde: „Im Rahmen meiner Verantwortung für die Gesundheit und Sicherheit der Vorarlberger Bevölkerung lehne ich eine Wiederaufnahme des Betriebs des Kernkraftwerks vor vollumfänglicher Klärung und Behebung der beim Kraftwerk vorliegenden Probleme entschieden ab.“  Gleichzeitig forderte Wallner, dass Vorarlberg über vorliegende Problemlagen bei Schweizer Kernkraftwerken informiert werde: „Im Sinn der gutnachbarschaftlichen Zusammenarbeit beziehungsweise Ihrer gegenüber dem Land Vorarlberg gemachten Zusagen.“

Große Sicherheitsbedenken

Die Sicherheit von Atom­reaktoren in direkter Nachbarschaft habe für Vorarlberg höchste Priorität, ist die schwarz-grüne Landesregierung in dieser Frage geschlossen einer Meinung. Die in Grenznähe liegenden AKW würden „ganz fundamental auch die vitalen Interessen Vorarlbergs und unserer Bürger berühren“. Wallners Fazit: „Die Atomkraft ist als Risikotechnologie einfach nicht zukunftstauglich.“

Als Aufsichtsbehörde trägt das Schweizer Nuklearsicherheitsinspektorat die volle Verantwortung.

LH Markus Wallner

AKW Leibstadt.
PDF zum Download: http://VN.AT/su891A