Dornbirn plant Digitalisierungsschub

Vorarlberg / 08.02.2017 • 18:49 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die alte Postgarage auf dem Campus-Areal soll für junge Unternehmen umgebaut werden. Foto: ha 
Die alte Postgarage auf dem Campus-Areal soll für junge Unternehmen umgebaut werden. Foto: ha 

Postbusgarage auf dem Campus-Areal soll für Start-up-Unternehmen umgebaut werden.

Dornbirn. (ha) Mit dem Ausbau der Digitalisierung rüstet sich Dornbirn für zukünftige Entwicklungen. Zentrum einer digitalen Plattform für alle könnte die alte Postgarage auf dem Areal des Campus V werden, die für diesen Zweck umfangreich saniert werden müsste. Entsprechende Beschlüsse wurden in der Campus-Gesellschaft, an der auch die Stadt beteiligt ist, bereits gefasst.

Wissen schaffen

„Im Campus V wird ein Zentrum für Digitalisierung geschaffen, ein Ort, an dem Vernetzung, Wissen und Innovation stattfinden und der offen jedem zur Verfügung stehen wird“, will Bürgermeisterin Andrea Kaufmann in den nächsten Jahren die Rahmenbedingungen für weitere Entwicklungsschritte in diesem Bereich schaffen. Sie denkt dabei an den Ausbau der Infrastruktur, verbunden mit Vorschlägen für konkrete Anwendungen, „die den Menschen und den Unternehmen einen spürbaren Mehrwert bringen“. Stadtplanungsstadtrat Vizebürgermeister Martin Ruepp kann sich vorstellen, dass vor allem junge Unternehmen aus der Branche in die sanierte Stadtgarage einziehen könnten, die auf günstige Mieten, die dort angeboten würden, angewiesen sind. Noch offen ist, ob das ganze Gebäude für Start-up-Unternehmen umgebaut wird, oder nur Teile davon. Vorgesehen ist auch ein weiterer Hochbau auf dem Areal im Stil der beiden bestehenden Campus-Gebäude. Wichtige Voraussetzungen für die neuen Technologien im Bereich Digitalisierung wurden in den vergangenen Jahren mit dem Ausbau breitbandiger Datenleitungen geschaffen. Zudem will Dornbirn den Ausbau des WLAN-Netzes in allen öffentlichen Bereichen voranbringen. Die Chancen stehen gut, dass Dornbirn bis zum Sommer die erste Stadt im Rheintal ist, die flächendeckend ein Sensornetzwerk anbieten kann.

Die Initiative der Stadt hängt nicht zuletzt mit den vielen Forschungseinrichtungen zusammen, die in Dornbirn ihren Sitz haben. Private Entwickler beschäftigen sich ebenso intensiv mit der Digitalisierung wie etwa die FH Vorarlberg, das Forschungsinstitut für Textilchemie und Textilphysik und V-Research. Erst vor Kurzem trafen sich in Dornbirn die weltbesten Entwickler auf diesem Gebiet.

Vorreiterrolle der Stadt

Die Stadt sieht sich jetzt schon als Vorreiterin bei der Entwicklung der digitalen Verwaltung. Nun soll die Bevölkerung noch mehr Gelegenheit erhalten, sich am Stadtleben zu beteiligen, auch der Informationsfluss soll verbessert werden. „Hier gibt es noch Entwicklungsbedarf, wir haben die Chancen und Möglichkeit jedoch erkannt“, will die Bürgermeisterin Kaufmann das Angebot möglichst rasch weiter verbessern.

Sie fügt allerdings hinzu, dass jene nicht vergessen werden dürfen, die mit Digitalisierung nichts am Hut haben und denen persönliche Kontakte und Gespräche wichtiger sind als die Kommunikation über das Netz. 

Du hast einen Tipp für die VN Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@vn.at.