Bio liegt auch in den Weinbergen und -kellern im Trend

Vorarlberg / 09.02.2017 • 19:01 Uhr / 6 Minuten Lesezeit
Roter Veltliner 2015 Demeter, Weingut Wimmer Czerny, Fels am WagramHans Wimmer Czerny zählt zu den Pionieren des biodynamischen Weinbaus. Auf dem 15 Hektar großen Familienweingut erzeugt er authentische Weine. Im Weingarten sorgen Kompost, vielfältige Bodenbegrünungen und Präparate für die Bodenfruchtbarkeit. Die Biene, das Waldviertler Blondvieh und der Regenwurm sind für Hans Wimmer Czerny die wichtigsten Tiere auf einem biodynamischen Hof. Die hohe Qualität der Weine entsteht im Weingarten, im Keller arbeitet Hans Wimmer Czerny so einfach und minimalistisch wie möglich. Der Rote Veltliner ist eine Sortenrarität am Wagram. Der Wein präsentiert sich mit feinen Noten nach Grapefruit, Zitrone, grünem Apfel und Ananas. Am Gaumen zeigt er eine frische Säure, einen eleganten Körper und einen anhaltenden Abgang. Der Rote Veltliner ist ein Wein, der zu jeder Tageszeit mundet, er ist lebendig, harmonisch und gut ausbalanciert.Gesehen bei: Weinzeit, Bregenz, 9,90 Euro

Roter Veltliner 2015 Demeter, Weingut Wimmer Czerny, Fels am Wagram

Hans Wimmer Czerny zählt zu den Pionieren des biodynamischen Weinbaus. Auf dem 15 Hektar großen Familienweingut erzeugt er authentische Weine. Im Weingarten sorgen Kompost, vielfältige Bodenbegrünungen und Präparate für die Bodenfruchtbarkeit. Die Biene, das Waldviertler Blondvieh und der Regenwurm sind für Hans Wimmer Czerny die wichtigsten Tiere auf einem biodynamischen Hof. Die hohe Qualität der Weine entsteht im Weingarten, im Keller arbeitet Hans Wimmer Czerny so einfach und minimalistisch wie möglich. Der Rote Veltliner ist eine Sortenrarität am Wagram. Der Wein präsentiert sich mit feinen Noten nach Grapefruit, Zitrone, grünem Apfel und Ananas. Am Gaumen zeigt er eine frische Säure, einen eleganten Körper und einen anhaltenden Abgang. Der Rote Veltliner ist ein Wein, der zu jeder Tageszeit mundet, er ist lebendig, harmonisch und gut ausbalanciert.

Gesehen bei: Weinzeit, Bregenz, 9,90 Euro

Winzer setzen immer öfter auf biologisch-organische und biodynamische Anbauweisen.

Schwarzach. Der Markt für biologisch erzeugte Produkte boomt. Das macht auch vor der Weinbranche nicht halt. Qualitätsbewusste Winzer setzen zunehmend auf Nachhaltigkeit im Weinbau, um der intensiven Form dieser Landwirtschaft mit einem hohen Energie- und Wasserverbrauch, mit häufigen Transportwegen und dem Einsatz von Dünger und Pflanzenschutzmitteln entgegenzuwirken. Mit einer biologisch-organischen und einer biodynamischen Anbauweise erweisen die Winzer dem sensiblen Gleichgewicht zwischen Boden, Pflanze, Tier und Mensch Respekt.

Zu den wichtigsten Kriterien der biologischen Bewirtschaftung zählen das Verbot von Herbiziden und der Verzicht auf leicht löslichen Mineralstoffdünger, wie Phosphor- und synthetischen Stickstoffdünger. Im biologisch-organischen Weinbau werden natürliche Pflanzenstärkungsmittel verwendet, die die Widerstandskraft der Rebe erhöhen. Eine intensive Laubarbeit und die Förderung von Nützlingen unterstützen die Gesundheit der Trauben. Im Gegensatz zum biodynamischen Weinbau ist bei der Weinbereitung der Zusatz von Reinzuchthefen erlaubt. Weine aus ökologischem Anbau müssen seit der Ernte 2012 einen verringerten SO2-Gehalt (Schwefeldioxid) aufweisen.

Der biodynamische Weinbau beruht auf der Philosophie von Rudolf Steiner, einem Naturwissenschaftler und Anthroposophen. Einer der bedeutendsten Vorreiter des biodynamischen Weinbaus ist Nicolas Joly. Der studierte Ökonom übernimmt 1977 das elterliche Weingut an der Loire und bewirtschaftet den gesamten Betrieb nach anthroposophischen Richtlinien. Der für seine Leidenschaft und Kompromisslosigkeit bekannte Winzer findet Anhänger in ganz Europa, auch in Österreich. Im biodynamischen Weinbau werden für die Bewirtschaftung der Weingärten die Kräfte des Kosmos genutzt. Der Winzer folgt dem Rhythmus der Erde mit ihren dynamischen Schwingungen. Aufsteigende Kräfte bei zunehmendem Mond sorgen für expansives Wachstum und dienen der Erzeugung von frischen Weißweinen. Die absteigenden Kräfte bei abnehmendem Mond erhöhen die Konzentration von Rotweinen. Im Gegensatz zum konventionellen Weinbau, in dem es um die Versorgung der Rebe mit Nährstoffen geht, arbeitet die Biodynamik mit der Aktivierung des Bodens, der Pflanze und den Mikroorganismen, die für den Aufbau einer stabilen Humusverbindung verantwortlich sind. Kompostpräparate, die organischem Material wie Laub, Mist und Strauchschnitt zugesetzt werden, dienen einer besseren Humusbildung und der damit verbundenen Stickstoffversorgung des Bodens. Feldpräparate aus Horn oder Mist werden mit Wasser dynamisiert, und auf dem Boden ausgebracht, um den Selbstschutz der Pflanzen zu stärken, Pflanzenextrakte und verschiedene Teesorten schützen die Pflanzen vor Pilzbefall. Im Weingarten wird mit leichten Maschinen oder mit Pferden gearbeitet. Die Biodiversität steht im Vordergrund. Demeter-zertifizierte Betriebe müssen im Keller mit Spontanhefen arbeiten, die Einflussnahme des Winzers bei der Vinifizierung ist marginal.

Weißburgunder vom Quarzit 2015 Demeter, Weingut Pflüger, PfalzAlexander Pflüger folgt der Tradition seines Vaters, der das 20 Hektar große Weingut seit über 20 Jahren ökologisch bewirtschaftet. Im Einklang mit der Natur werden große Weine aus den besten Lagen in und um Bad Dürkheim erzeugt. Seit 2008 ist der Betrieb Demeter zertifiziert. Für Alexander Pflüger steht biodynamischer Weinbau für den Erhalt der Kulturlandschaft, für das Anregen von Prozessen im Weingarten und im Keller und für die Entstehung von Weinen, bei denen die Natur im Vordergrund steht. Die Reben für den Weißburgunder Quarzit wachsen auf sandigen Kiesböden. Der Wein hat zarte Aromen nach weißer Johannisbeere, Marille und Quitte. Mit einer lebendigen Säure und einem feinen Schmelz ist der Wein rund und ausgewogen und als Speisebegleiter vielseitig einsetzbar.Gesehen bei: Weinzeit, Bregenz, 9,90 Euro

Weißburgunder vom Quarzit 2015 Demeter, Weingut Pflüger, Pfalz

Alexander Pflüger folgt der Tradition seines Vaters, der das 20 Hektar große Weingut seit über 20 Jahren ökologisch bewirtschaftet. Im Einklang mit der Natur werden große Weine aus den besten Lagen in und um Bad Dürkheim erzeugt. Seit 2008 ist der Betrieb Demeter zertifiziert. Für Alexander Pflüger steht biodynamischer Weinbau für den Erhalt der Kulturlandschaft, für das Anregen von Prozessen im Weingarten und im Keller und für die Entstehung von Weinen, bei denen die Natur im Vordergrund steht. Die Reben für den Weißburgunder Quarzit wachsen auf sandigen Kiesböden. Der Wein hat zarte Aromen nach weißer Johannisbeere, Marille und Quitte. Mit einer lebendigen Säure und einem feinen Schmelz ist der Wein rund und ausgewogen und als Speisebegleiter vielseitig einsetzbar.

Gesehen bei: Weinzeit, Bregenz, 9,90 Euro

Tour des Gendres „Classique“ blanc 2015, Château Tour des Gendres, Frankreich, BergeracDer Besitzer von Château Tour des Gendres, Luc de Conti, hat die Weinbergsarbeit im Bergerac, dem Nachbargebiet des Bordelais, revolutioniert. Mit der Umstellung auf biodynamischen Weinbau und der manuellen Bearbeitung der Weingärten zeigt sich das Potenzial dieser Region. Auf lebendigen Böden, mit tiefwurzelnden Reben, mit einer strikten Mengenbegrenzung und einer selektiven Ernte, entstehen mineralische Weiß- und Rotweine, die zu den besten Weinen Frankreichs zählen. Das Cuvée aus Sémillon und Sauvignon Blanc hat eine intensive goldgelbe Farbe. Das Bouquet erinnert an gelbe Pflaumen, Nektarinen, Holunder und Ananas. Mit seinem gehaltvollen Körper, der fein ziselierten Säure und den zarten Aromen am Gaumen ist der Wein ein perfekter Begleiter für Meeresfrüchte und Fischgerichte.Gesehen bei: Weinzeit, Bregenz, 8,90 Euro

Tour des Gendres „Classique“ blanc 2015, Château Tour des Gendres, Frankreich, Bergerac

Der Besitzer von Château Tour des Gendres, Luc de Conti, hat die Weinbergsarbeit im Bergerac, dem Nachbargebiet des Bordelais, revolutioniert. Mit der Umstellung auf biodynamischen Weinbau und der manuellen Bearbeitung der Weingärten zeigt sich das Potenzial dieser Region. Auf lebendigen Böden, mit tiefwurzelnden Reben, mit einer strikten Mengenbegrenzung und einer selektiven Ernte, entstehen mineralische Weiß- und Rotweine, die zu den besten Weinen Frankreichs zählen. Das Cuvée aus Sémillon und Sauvignon Blanc hat eine intensive goldgelbe Farbe. Das Bouquet erinnert an gelbe Pflaumen, Nektarinen, Holunder und Ananas. Mit seinem gehaltvollen Körper, der fein ziselierten Säure und den zarten Aromen am Gaumen ist der Wein ein perfekter Begleiter für Meeresfrüchte und Fischgerichte.

Gesehen bei: Weinzeit, Bregenz, 8,90 Euro