Zum Gedenken

Vorarlberg / 13.02.2017 • 18:51 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Zum Gedenken

Walter Baur

Lustenau. Die Erlöserkirche konnte die vielen Trauergäs-
te kaum fassen, die dem an­gesehenen

ehemaligen

Volksschul-

direktor Walter Baur, der nach kurzer, schwerer

Krankheit

verstorben war, die letzte Ehre erwiesen. Geboren am 1. Juni 1943 als erstes Kind des Ehepaars Anna und August Baur, wuchs er zusammen mit seiner jüngeren Schwester Marianne in der Grüttstraße auf. Nach der Volks- und Hauptschule besuchte Walter die LBA in Feldkirch, war nebenbei bei der Turnerschaft Lustenau als Leichtathlet aktiv und konnte bereits mit 19 Jahren seine erste Stelle als Volksschullehrer antreten. Von 1973 bis 1990 wirkte er als Hauptschullehrer an der HS Rheindorf. Dann kehrte er zur Volksschule zurück und übernahm den verantwortungsvollen Posten des Direktors, den er bis zur Pensionierung im Jahr 2000 innehatte. Privat fand Walter Baur sein Glück in Marinka Kremmel, die er 1972 zum Traualtar führte. Drei Töchter waren ihre große Freude, die ihnen später fünf Enkelkinder schenkten. Auch in der Freizeit kam keine Langeweile auf, war Walter doch sehr vielseitig und stellte sich gern in den Dienst seiner Mitmenschen. Mit 22 Jahren übernahm er nebenbei die Leitung des Männergesangvereins Höchst, die er 20 Jahre innehatte. 1984 verlieh ihm der Chor den Titel des Ehrenchorleiters. Außerdem feierte er als ausgezeichneter Sänger mit großem Stimmumfang große Erfolge bei den Highlife-Singers oder, zusammen mit Sigi Hagen, als „Karroziechar“ auf den Faschingsbällen. Als freier Mitarbeiter des ORF moderierte er 20 Jahre vor allem Musiksendungen und Frühschoppen. Die Lustenauer Mundart in ihrer Einzigartigkeit lag ihm sehr am Herzen und er widmete ihr einige Sammelwerke. Er setzte sich auch für das Kriseninterventionsteam ein, war Trägervertreter und zwei Jahre dessen Vorsitzender. Für seine Verdienste um die Österreichische Wasserrettung als Schatzmeister und späterer Präsident wurde Walter Baur das Goldene Verdienstzeichen der Republik Österreich sowie jenes des Landes Vorarlberg verliehen. Seine Kraftquelle für war ihn die Familie, Ruhe und Erholung fand er im Ried oder beim Malen. In den ehrenden Nachrufen der Redner anlässlich des Auferstehungsgottesdienstes wurde noch einmal der Verdienste des vielseitigen Mannes gedacht, den seine Familie nun schmerzlich vermisst.

Du hast einen Tipp für die VN Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@vn.at.