“Schock über Frisos Tod sitzt noch ziemlich tief”

Vorarlberg / 15.02.2017 • 19:32 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Titelseite der VN vom 18. Februar 2012.
Die Titelseite der VN vom 18. Februar 2012.

Fünf Jahre danach: Am Freitag jährt sich Lawinenunglück mit Prinz Friso am Arlberg.

Lech, Den Haag. (VN-tw) Der 17. Februar 2012 ist ein Tag, den sowohl die niederländische Königsfamilie als auch die Lecher nie vergessen werden. An diesem Freitag vor fünf Jahren wurde Prinz Friso in Lech beim Skilauf abseits der Pisten unter einer Lawine begraben. Knapp 18 Monate später erlag der Bruder des heutigen Königs Willem-Alexander seinen Verletzungen.

Hoffen und Bangen um Friso

Gemeinsam mit seinem Freund, dem Hotelier Florian Moosbrugger (47), war der Prinz wie so oft auf Skiern unterwegs. Gegen 12.15 Uhr war Friso trotz Lawinenwarnstufe 4 in einen Hang im freien Skiraum eingefahren. Dabei löste sich ein Schneebrett, das den damals 43-Jährigen verschüttete. Nach rund 20 Minuten wurde er aus den Schneemassen geborgen und in kritischem Zustand in die Universitätsklinik Innsbruck geflogen. Wie erst Tage später bekannt wurde, hatte der zweite Sohn der früheren niederländischen Königin Beatrix einen 50-minütigen Herzstillstand erlitten und lag im Koma. Am 1. März 2012 wurde Friso in das Wellington Hospital nach London verlegt. Im November desselben Jahres schien sich sein Zustand zu verbessern. Ein monatelanges Hoffen und Bangen um sein Leben war die Folge.

18 Monate Koma

Im Juli 2013 kam die ernüchternde

Nachricht:

Für den Prinzen gibt es keine Hoffnung mehr. Wenige

Wochen

darauf, am 12. August, verstarb Friso im Alter von 44 Jahren und hinterließ seine Frau Mabel sowie die Töchter Luana und Zaria. Begraben wurde der Prinz, der als „hochintelligent, sportlich und zurückhaltend“ galt, in Utrecht. Der kleine Friedhof grenzt unmittelbar an Schloss Drakensteyn, den Altersitz seiner Mutter Prinzessin Beatrix (79). Das Unglück tat der Liebe der Oranjes zu Lech keinen Abbruch: Nach wie vor verbringt die Königsfamilie ihren Winterurlaub am Arlberg im Hotel Post bei Kristl sowie Florian und Sandra Moosbrugger.

Beatrix weilt bereits in Lech

Auch heuer wird die Königsfamilie in Lech erwartet und lädt am Montag, 27. Februar, die internationale Presse zum Fotoshooting. Prinzessin Beatrix weilt bereits seit einer Woche in Lech. Der Schock über Frisos Tod sitze „immer noch tief“, erzählt Gemeindechef Ludwig Muxel, der Friso bereits im jugendlichen Alter gekannt hatte und „mit ihm freundschaftlich verbunden war“. Die Tage und Monate nach dem Lawinenunglück seien „mit dem Hoffen und Bangen um Frisos Leben eine sehr belastende Zeit gewesen“, erinnert sich Muxel.

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