Handschlag nach Unfall

Vorarlberg / 16.02.2017 • 22:31 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Eine etwas untypische Fahrerflucht gab es nach einem Ski-Unfall in Lech.

Lech. (VN-gs) Nach einer frontalen Kollision zweier Skifahrer auf der Piste in Lech: Beide Beteiligten rappelten sich wieder auf und verabschiedeten sich freundlich. Bis einer von ihnen merkte, dass er schwere Verletzungen davongetragen hatte.

Es ereignete sich am Mittwoch gegen 15.05 Uhr, als ein 50 Jahre alter Mann aus Deutschland in Begleitung seiner Frau von der Übungshang-Bergstation auf der Piste in Richtung Hexenboden-Talstation abfuhr. Nach einem kurzen Steilhang kreuzt diese Piste jene, die von der Hexenboden-Bergstation herunter in Richtung Übungshang-Talstation verläuft. Im Kreuzungsbereich kam ihm – neben vielen anderen Skifahrern – ein unbekannter Wintersportler entgegen. Beide Skifahrer wichen gleichzeitig in dieselbe Richtung aus und prallten mit voller Wucht zusammen, wodurch beide zu Sturz kamen. Sie konnten wieder aufstehen und entschuldigten sich beim jeweils anderen. Da sie vorerst keine Verletzungen spürten, gaben sie sich abschließend die Hand und verabschiedeten sich voneinander.

Der 50-jährige Deutsche fuhr noch bis zur Trittkopf-Talstation ab, doch aufgrund plötzlich auftretender und immer stärker werdender Schmerzen im Brustbereich wurde die Rettung verständigt. Der Mann ist anschließend mit einem Krankenwagen zu einem Arzt nach Lech und danach ins LKH Feldkirch gebracht worden. Wie sich herausstellte, hatte er Serienrippenbrüche, einen Schlüsselbeinbruch und eine Thorax-Verletzung erlitten.

Der zweite, unbekannte Unfallbeteiligte ist etwa 50 Jahre alt, sprach hochdeutsch, trug einen roten Anorak und eine schwarze Hose sowie Sonnenbrille und Skihelm. Er blieb durch den Unfall vermutlich unverletzt. Die Polizei bittet ihn, sich zu melden.

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