Wegen Abgasproblemen AKW abermals vom Netz

Vorarlberg / 19.02.2017 • 19:49 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Musste wegen Problemen in der Abgasanlage kurz nach der Inbetriebnahme wieder vom Netz: das Schweizer AKW Leibstadt.  Reuters
Musste wegen Problemen in der Abgasanlage kurz nach der Inbetriebnahme wieder vom Netz: das Schweizer AKW Leibstadt.  Reuters

Umstrittenes Schweizer AKW Leibstadt kurz nach Inbetriebnahme wieder vom Netz.

Bern, Bregenz. (VN-tw) Die Atomstromgegner sehen sich bestätigt, für die Betreiber hingegen „nichts Außergewöhnliches“: Kurz nach der Wiederinbetriebnahme des AKW Leibstadt am vergangenen Freitagabend musste der Atommeiler Samstagnacht wieder abgeschaltet werden. Grund war laut Betreibern eine „Fehlfunktion in der Abgasanlage im nichtnuklearen Bereich“. Eine Gefährdung für Mensch und Umwelt gab es nicht, hieß es beim Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI).

Geordnet heruntergefahren

Der Atommeiler wurde nach einem halbjährigen Stillstand wegen oxidierter Brennstäbe wieder hochgefahren. Weil die Abgasanlage nicht ordnungsgemäß funktioniert habe, sei das AKW „manuell abgeschaltet und geordnet heruntergefahren“ worden, wird vom Betreiber betont. Eine Sprecherin teilte mit, dass nach einem längeren Stillstand Korrekturmaßnahmen beim Hochfahren zu erwarten seien.

„Muss abgeschaltet bleiben“

Auch das ENSI ist der Meinung, dass es nichts Außergewöhnliches sei, wenn es beim Wiederauffahren eines Kernkraftwerkes zu solchen Ereignissen komme. Sowohl aus Deutschland als auch aus Vorarlberg hagelte es Kritik an der Atomaufsichtsbehörde ENSI, die der Inbetriebnahme grünes Licht erteilt hatte. Für Sicherheitslandesrat Erich Schwärzler (63, VP) gibt es nach der Abschaltung nur eine Alternative: „Das Atomkraftwerk muss abgeschaltet bleiben.“