Gerold Riedmann

Kommentar

Gerold Riedmann

König von Bludenz

Vorarlberg / 20.02.2017 • 19:43 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Vorarlberg hat einen neuen Typus Stadtvorsteher. Einen, den schon die Bewohner aus Feldkirch nur allzu gut kennen. Und einen, den es nun auch in Bludenz gibt: den Trotz-Bürgermeister. Der sein Amt umklammert, der sich legitimiert und bestätigt sieht, nur weil er verbrieft kein Straftäter ist. Die Vertreter der Volkspartei, auf dem moralischen Auge völlig blind.

Der „Wahlkarten-Service“ ist eine lauwarme Argumentationsschiene, die Fehlleistungen der Bludenzer ÖVP zu verniedlichen. Sich an den Mitarbeitern, denen die Wahldurchführung übertragen wurde, abzuputzen, ist eines Stadtchefs (und Vorgesetzten) nicht würdig.

Und lassen Sie uns nicht vergessen, nicht alles ist laut Staatsanwaltschaft als „Service“ erklärbar: Die vier Bludenzer Bürger, die überhaupt nichts davon wussten, dass die ÖVP sie servicierte, stimmen nachdenklich.

Je stärker der Katzenjammer der Opposition aufbrandet, um so stärker wird sich König Mandi in seine „Ich regiere bis 2020“-Trutzburg flüchten. Derzeit kommt die Öffentlichkeit nicht einmal über den Burggraben – denn der Bürgermeister ist zu diesem Thema nicht zu sprechen.

gerold.riedmann@vn.at,
Twitter: @geroldriedmann, Tel. 05572/501-320

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