vorarlberg einst und jetzt. Adolf-Rhomberg Haus Dornbirn

Vorarlberg / 23.02.2017 • 17:54 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
1905
1905

dornbirn. (kal) Das Landeshauptmannhaus wurde zwar nach Adolf Rhomberg benannt, aber nicht wegen ihm gebaut. Der Fabrikant Max Alois Luger ließ das imposante Haus in der Dornbirner Marktstraße 1798 errichten. Nicht als Wohnresidenz, sondern als Gartenpalais. Die Pläne stammten von Baumeister Sigmund Hilbe, der auch die Haselstauder Kirche plante.

Als Luger das Haus aus finanziellen Gründen verkaufen musste, schnappte es sich Eduard Rhomberg. Er war Gesellschafter der ältesten österreichischen Textilfabrik Herrburger & Rhomberg. Sein einziger Sohn Adolf wurde in dem Haus geboren. Dieser wurde 1890 von Kaiser Franz Joseph I. zum Landeshauptmann von Vorarlberg ernannt. Während seiner Amtszeit stiftete er das Kapuzinerkloster in der Nachbarschaft. Außerdem ließ er das stattliche Palais verändern. Die Fassade wurde um einige Jugendstildetails ergänzt und der Garten mit einem Springbrunnen ausgestattet. Die Vorarlberger Bauinnung erwarb das Gebäude vor einigen Jahren und bot es später zum Kauf an. Die Stadt Dornbirn konnte beim Preis des denkmalgeschützten Hauses nicht mithalten. Ein Lustenauer Unternehmen machte sich das zunutze und kaufte es. Trotzdem soll es ein Ort der Kultur bleiben.

2017
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