Alko-Lenker prallte mit Pkw in einen Fußgänger

Vorarlberg / 24.02.2017 • 22:17 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Unfallstelle an der L 188 in der Parzelle Mauren. Anwohner kritisieren die Gefährlichkeit der Strecke in diesem Bereich.  Foto: Scopoli
Die Unfallstelle an der L 188 in der Parzelle Mauren. Anwohner kritisieren die Gefährlichkeit der Strecke in diesem Bereich. Foto: Scopoli

Nach schwerem Unfall in Tschagguns fordern Anrainer der L 188 verstärkte Sicherheitsmaßnahmen.

Tschagguns. (VN-gs) Es war am Donnerstagabend gegen 19.45 Uhr, als ein 32-jähriger, alkoholisierter Autofahrer seinen Pkw auf der L 188 in Tschagguns in Richtung St. Gallenkirch lenkte.

Auf derselben Landstraße, die unbeleuchtet ist, lief gleichzeitig ein 28-jähriger deutscher Wintersportler zu Fuß mit Snowboard und Rucksack in Richtung seiner Urlaubsunterkunft in Tschagguns.

Der Autofahrer hatte den Fußgänger entweder nicht oder zu spät bemerkt, jedenfalls erfasste sein Pkw den Deutschen frontal mit der vorderen rechten Stoßstange. Der Fußgänger schlug zunächst gegen die Frontscheibe, wurde dann über das Fahrzeug geschleudert und kam anschließend 35 Meter nach dem Kollisionspunkt am rechten Fahrbahnrand zum Liegen. Der schwerverletzte Urlauber wurde vom Notarzt an der Unfallstelle erstversorgt und mit der Rettung in die Intensivstation des LKH Feldkirch verbracht, er befindet sich mittlerweile außer Lebensgefahr.

Anwohner regen sich

Der Unfall hat sich in der Tschaggunser Parzelle Mauren ereignet. Er rief einmal mehr deren Anwohner auf den Plan, die schon seit geraumer Zeit verstärkte Sicherheitsmaßnahmen auf der unbeleuchteten L 188 fordern, die ihrer Meinung nach gerade in diesem Bereich der unfallträchtigste Streckenabschnitt im Montafon sei.

Bislang jedoch ohne zufriedenstellendes Ergebnis. „Immer wieder gab es hier Unfälle oder brisante Situationen mit Fußgängern, vor Jahren endete ein Unfall hier sogar tödlich“, brachte es einer der Anwohner gegenüber den VN auf den Punkt, und: „Wir haben schon bei den zuständigen Behörden urgiert, die Landesstraße wenigstens mit einem Gehsteig auszustatten, was jedoch abgelehnt wurde. Und zwar mit der Begründung, dass die Strecke zu wenig von Fußgängern frequentiert werde. Und das in einer Parzelle mit 150 Gästebetten“, so derselbe.

Alternativlösung

Nun sei eine Unterschriftenaktion geplant. Geschieht auf der Landesstraße dennoch nichts, könnten sich die Anrainer sogar eine Alternativlösung vorstellen. Denn in einiger Entfernung, jedoch parallel zur L 188, verläuft ein Radweg. Würde man diesen mit einer Beleuchtung ausstatten, könnte man diese Route als Fußweg wählen, so der Vorschlag.