Ökoland gentechnikfrei erfolgreich

Vorarlberg / 24.02.2017 • 19:16 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Erich Schwärzler, Maria-Anna Schneider-Moosbrugger und Günter Osl. VLK
Erich Schwärzler, Maria-Anna Schneider-Moosbrugger und Günter Osl. VLK

Positive Entwicklung dank kleiner Strukturen und regionaler, ökologischer Ausrichtung.

Bregenz. Regionalität steht für Lebensqualität. Gelebte Partnerschaften zwischen Landwirtschaft, Gastronomie und Tourismus greifen erfolgreich. Die Landwirtschaftsstrategie 2020 „Ökoland Vorarlberg – regional und fair“ ist auf sehr gutem Weg, zieht Landesrat Erich Schwärzler eine positive Dreijahresbilanz. Die Ziele der Strategie sind gut ausgebildete Bauern, die sozial verantwortungsvoll handeln und wettbewerbsfähige gesunde Lebensmittel in Vorarlberg produzieren; weiters die ökologische und tiergerechte Wirtschaftsweise und die flächendeckende Pflege der Kulturlandschaft Vorarlbergs. In Sachen Bildung und für mehr Lebensqualität kann seit Herbst 2015 am Bäuerlichen Schul- und Bildungszentrum Hohenems (BSBZ) die Matura absolviert werden, die Steigerung bei bäuerlichen Lehrbetrieben beträgt 20 Prozent, und das Kursangebot für Jugendliche im Ländlichen Fortbildungsinstitut (LFI) wurde ausgebaut. Bäuerlichen Familien kommen im Wege der Bäuerinnenorganisation Coaching und Sozialberatung zugute. Zudem wurden bereits 20 Gemeinschaftsgärten angelegt. Besonderes Augenmerk wurde und wird auf die ökologische landeseigene Lebensmittelproduktion gelegt.

Biologischer Anbau

Die „3-G-Strategie“ als Herkunfts- und Gütesiegel wurde eingeführt und für gentechnikfreie Milchwirtschaft gesorgt: Es wird nur gentechnikfreies Soja aus europäischem Anbau in der Milchviehfütterung eingesetzt. Den „Check auf bio“ bietet die Landwirtschaftskammer allen Interessierten gratis an. Die Kursreihe für Praktiker in Sachen Grünland, Milchviehfütterung und Bodenfruchtbarkeit werde gut angenommen, informiert Schwärzler. Der Handel weitet das Angebot an Ländle-Biolebensmitteln stark aus: „Seit 2012 können wir uns über 100 zusätzliche Biobetriebe freuen“, sagt Schwärzler. Landwirte und Großküchen sind im Dialog. So wurde der Gemeinschaftsverpflegungstag eingeführt, Vernetzung und Beratung im Projekt „Mehrwert“ installiert, Regionalinitiativen wie Käsestraße Bregenzerwald, Biosphärenpark Großes Walsertal-Walserstolz, bewusstmontafon, Klostertaler Bauerntafel, Walser Buura, Region Walgau kooperieren verstärkt zur Sortimentsentwicklung. Die Dialogprojekte „Landwirtschaft-Tourismus: miteinander wachsen und ernten“, „Landwirtschaft verstehen“, „Forum Genuss Alpen“, „vo:do“ und „Ideenwerkstatt“ tragen schon Früchte, und die Projektkooperation LBS Lochau/BSBZ Hohenems wartet mit Exkursionen und Schwerpunkten zum Wert regionaler Lebensmittel auf.

Fleisch, Obst, Gemüse

Alpwirtschaft ist Naturvielfalt, sorgsamer Umgang mit der Ressource Boden ist oberstes Gebot, das „Netzwerk blühendes Vorarlberg“ bietet Praxisevents, der Ländle-Apfel-Anbau wird forciert, die Offensive für den Anbau von Pflanzen und Sonderkulturen ist gestartet, in Sachen Eigenversorgung mit Ländlefleisch wie Kalb, Ziege, Lamm, Schwein werden Ernährungssicherung und der Tierschutz gleichermaßen großgeschrieben. Tierschutzpreise werden auch heuer vergeben.

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