Verwirrung um Bagger auf Villa-Areal

Vorarlberg / 24.02.2017 • 18:31 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Alles sieht auf dem Grundstück der Villa Rosenthal nach Baustelle aus, errichtet wird dort jedoch nichts.  Foto: VN/PES
Alles sieht auf dem Grundstück der Villa Rosenthal nach Baustelle aus, errichtet wird dort jedoch nichts. Foto: VN/PES

Bei der Villa Rosenthal wird Baumaterial zwischengelagert, gebaut wird jedoch nicht.

Hohenems. (VN-pes) Da wunderte sich in den vergangenen Tagen mancher Hohenemser, so auch ein Teilnehmer des Bürgerforums: Auf dem Gelände an der Ecke Diepoldsauer Straße/Radetskystraße, steht ein Bagger. Außerdem sind Erdhaufen aufgeschüttet, Rohre liegen dort gestapelt, ein Dixi-Häuschen ist aufgebaut. Alles sieht nach Baustelle aus, doch die dürfte es dort gar nicht geben. Denn die Fläche gehört zum Gelände der Villa Iwan und Franziska Rosenthal und über das hat die Stadt einen zweijährigen Baustopp verhängt (wir berichteten). Die Stadt Hohenems möchte nämlich selbst bestimmen, was auf dem Grundstück nahe des jüdischen Viertels entstehen wird. Für Verwirrung sorgen demnach die Baumaterialien, die das Emblem der Baufirma Rhomberg tragen, die bekanntermaßen auf dem Areal bauen möchte. Darf sie das nun trotz des Baustopps?

Nein, darf sie nicht, wie Stadtsprecher Johannes Neumayer auf VN-Nachfrage erklärt. „Hier handelt es sich um Teile der Baustelleneinrichtung zur Gestaltung der Harrachgasse“, erklärt er. „Sprich: Hier wird Material zwischengeparkt, gelagert oder kleinere Arbeiten verrichtet.“

Noch bis September

Die Harrachgasse wird noch bis April saniert, danach ist die Marktstraße dran, wo die Bauarbeiten im September beendet sein sollen. Auch dafür wird das Gelände der
Villa wohl zum Zwischenlagern von Material genutzt. Dabei handelt es sich um eine Vereinbarung zwischen der Firma Rhomberg Bau und dem Grundeigentümer. Errichten darf die Baufirma dort nichts, „auf dem Gelände der Villa herrscht bekanntlich aktuell Baustopp“, bestätigt Neumayer. Abgestellte Container zählen nicht als Bauwerke.

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