Vor Volksabstimmung Faktenlage beleuchten

Vorarlberg / 28.02.2017 • 19:39 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Tauziehen um Ausbau des Götzner Garnmarkts als Thema von VN-Stammtisch.

Götzis. (VN-tw) „Soll das Grundstück am Garnmarkt-Kreisverkehr als Vorbehaltsfläche ,Park‘ gewidmet werden?“ Mit dieser Frage werden die Bürger von Götzis bei einer Volksabstimmung am 19. März konfrontiert. Initiiert wurde die Volksabstimmung von Thomas Ender (47) von der Grünen Liste Götzis.

Erweiterung nach Masterplan?

Konkret geht es dabei um die Frage, ob ein rund 4200 Quadratmeter großes Grundstück der Kummenberggemeinde am nördlichen Ende der Zentrumsverbauung Garnmarkt zum Dorfpark oder verkauft und verbaut wird. In Götzis haben sich längst zwei Lager gebildet. Beide Seiten buhlen um die Gunst der Wahlberechtigten. Debattiert wird über das Grundstück freilich bereits seit Langem. Sogar das Feuerwehrhaus hätte dort errichtet werden sollen, nach massiver Kritik der Grünen wurde jedoch ein neuer Standort gefunden. Nun soll die Fläche für den weiteren Ausbau des Garnmarkts herhalten, und zwar ganz im Sinne des Masterplans, betonen die Befürworter der Erweiterung. In einer Grün- und Freiraumstudie, die die Gemeinde für den Ortskern erarbeiten ließ, wurde allerdings auf Defizite im Bereich der Freiräume verwiesen.

Für Grüne nicht akzeptabel

Für das Areal Garnmarkt-Nord gab es in dieser Studie die Empfehlung, die Hälfte des Grundstücks unbebaut zu lassen. Darauf hatten sich die Volkspartei mit Bürgermeister Christian Loacker (54) und die Freiheitlichen geeinigt. Ein entsprechender Antrag wurde mit den Stimmen der beiden Fraktionen im Herbst des vergangene Jahres abgesegnet. Dem Antrag zufolge soll das Areal mit gewissen Auflagen verkauft werden. Eine der Auflagen: die Fläche darf lediglich zu 60 Prozent verbaut werden. Für die Grünen ist das Ganze nicht akzeptabel, sie wollen die Götzner Bürger im Rahmen einer Volksabstimmung entscheiden lassen. Das letzte zusammenhängende Grundstück im Ortszentrum zu verkaufen und zu verbauen, bedeute, „sich die letzte Möglichkeit für die Umsetzung eines Gemeindeparks zu verbauen“, kritisierte Thomas Ender von den Grünen.

Seiner Meinung nach werde das Areal beim Garnmarkt „leichtfertig verschleudert“, behauptet Ender und verweist darauf, dass der Wert der Grundfläche Tag für Tag im Steigen begriffen sei. Dass der Flächenverkauf bereits im Gemeindebudget 2017 einkalkuliert ist, stößt bei ihm ebenso auf Kritik.

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