Stolpern, Stürze, Knochenbrüche

Vorarlberg / 02.03.2017 • 22:18 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Unerwartete Gefahren lauern im Haushalt: Wenn hier dann bloß nicht plötzlich die Trommel losgeht und sich die Haare darin verfangen . . .
Unerwartete Gefahren lauern im Haushalt: Wenn hier dann bloß nicht plötzlich die Trommel losgeht und sich die Haare darin verfangen . . .

Allein in Vorarlberg rund 600 Haushaltsunfälle beim Frühjahrsputz im März und April.

Schwarzach. Mit den ersten Sonnenstrahlen werden die Spuren des Winters für viele sichtbar: schmutzige Fensterscheiben, Staub in den Ecken oder Schlieren auf dem Boden. Deshalb greifen viele zu Eimer, Wischmop, Besen und widmen sich dem Frühjahrsputz. Der Umgang mit Putzmitteln & Co. kann jedoch schwere Folgen haben.

50 Verletzte pro Tag

Das KfV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) prognostiziert bundesweit knapp 50 Personen pro Tag, die sich in den kommenden Monaten März und April bei Reinigungstätigkeiten verletzen werden. Rund acht von zehn Verletzten sind weiblich, besonders gefährdet sind Frauen ab 65 Jahren. Von 19.100 Putzunfällen sind es jährlich 2600 Männer, die beim Putzen verunfallen. Das entspricht knapp sieben Männern täglich. Von den rund zwei Dritteln der Frauenunfälle verletzten sich pro Jahr etwa 54 Prozent aller Frauen ab 65 Jahren. In Vorarlberg kommt es beim Frühjahrsputz jährlich durchschnittlich zu 600 Unfällen.

Verletzungen, die durch den Frühjahrsputz verursacht werden, können durchaus schwerwiegend sein: Über die Hälfte der Verletzungen sind Knochenbrüche (56 Prozent), gefolgt von offenen Wunden (15 Prozent) und Sehnen-/Muskelverletzungen (13 Prozent).

Effektive Schutzmaßnahmen

» Nicht versuchen, drei Dinge auf einmal zu erledigen. Mit dem Zeitdruck und der Hektik steigt auch die Unfallgefahr. Ablenkungen vermeiden (Smartphone, Fernseher…).

» Gutes Schuhwerk mit rutschfester Sohle ist Grundvoraussetzung.

» Zweckmäßige Kleidung tragen, mit der man nirgends hängenbleiben kann.

» Sämtliche Hilfsmittel so platzieren, dass man nicht darüberstolpert. Herumliegende Gegenstände und ausgeschüttete Flüssigkeiten sind eine große Stolper- und Ausrutschquelle.

» Nicht auf Fensterbänke, Stühle oder Tische steigen. Geprüfte Leitern als Steighilfen verwenden.