Bischöfe sind gegen ein generelles Burkaverbot

17.03.2017 • 17:51 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

St. Gerold, Wien. Österreichs Bischöfe bewerten Vollschleier und Burkas im öffentlichen Raum als gesellschaftlich unerwünscht. „Aber wir sind gegen ein übertriebenes gesetzliches Verbot“, sagte der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Kardinal Christoph Schönborn, bei einer Pressekonferenz in Wien zum Abschluss des Frühjahrstreffens in St. Gerold. Die Bischöfe schlagen eine Definition vor, wo das Gesicht offen gezeigt werden muss, etwa vor Gericht und an Schulen. Thema war auch die Frage, ob in Regionen mit Priestermangel nicht sogenannte bewährte Männer, die zwar verheiratet sind, aber aufgrund ihres Lebens zu Diakonen geweiht werden können, die Aufgabe von Priestern übernehmen sollten. Ein „ach ja“ entlockten Schönborn Fragen zu den noch immer nicht erfolgten Bischofsernennungen in Österreich.