Lawine riss zwei Skifahrer in den Tod

Vorarlberg / 17.03.2017 • 22:40 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Verunglückten mussten aus einer Tiefe von zweieinhalb Metern aus dem Schnee geborgen werden.  Foto: Bergrettung Tirol
Die Verunglückten mussten aus einer Tiefe von zweieinhalb Metern aus dem Schnee geborgen werden. Foto: Bergrettung Tirol

Schneebrett begrub am Freitag in St. Anton am Arlberg Variantenskifahrer unter sich.

St. Anton am Arlberg. Die beiden Opfer des Lawinenabgangs in St. Anton am Arlberg waren Teil einer fünfköpfigen Gruppe. „Bei dem Lawinenabgang wurden zwei Mitglieder komplett und eines teilverschüttet“, sagte ein Polizist. Die beiden Toten befanden sich rund zweieinhalb Meter unter der Schneeoberfläche.

Die Variantenskifahrer waren im Bereich des „Hinteren Rendl“ in den freien Skiraum eingefahren. Unterhalb eines Lawinendamms fuhren sie einzeln ab. Nach derzeitigem Erkenntnisstand löste sich ein Schneebrett, als der letzte der Gruppe in den Hang einfuhr.

Der Teilverschüttete wurde von seinen Kameraden geborgen. Über den Verletzungsgrad war zunächst nichts bekannt, ebenso stand die Nationalität vorerst nicht fest. Neben der Alpinpolizei standen über 20 Mann der Bergrettung, drei Lawinensuchhunde und zwei Hubschrauber im Einsatz.

Mäßige Lawinengefahr

Die Experten des Lawinenwarndienstes hatten die Gefahr am Freitag oberhalb von etwa 2200 Metern als mäßig eingestuft. Darunter war sie gering, stieg aber im Tagesverlauf auf Stufe 2 der fünfteiligen Skala an. Gewarnt wurde abermals vor Gefahrenstellen, die in sehr steilen, bisher wenig verspurten Schattenhängen oberhalb von rund 2200 Metern zu finden waren.

Unterdessen verstarb ein 35-jähriger Niederländer, der am Montag im Bereich des Gaislachkogels in Sölden (Bezirk Imst) von einer Lawine erfasst und verschüttet worden war, im Krankenhaus. Der Urlauber erlag in der Innsbrucker Klinik seinen Verletzungen, berichtete die Polizei am Freitag. Der Snowboarder war nach der Bergung am Lawinenkegel reanimiert worden.