Zum Gedenken

Vorarlberg / 17.03.2017 • 17:01 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Viktor Fetz

Reuthe. Nach einem arbeitsreichen und erfüllten Leben gab Viktor Fetz, der älteste männliche Dorfbewohner von Reuthe, seine Seele dem Schöpfer zurück.

Der Verstorbene wurde am 15. August 1922 in die Familie des Landwirts Alois und der Theresia Fetz, geb. Feuerstein, in Reuthe geboren. Nach der Schulzeit war er jeweils zur Sommerzeit als Senner auf verschiedenen Mellauer Alpen tätig. Im Winter verdiente er als Holzer sein Geld. 1940 wurde Viktor zum Kriegsdienst eingezogen. Nach schweren Kämpfen als Gebirgsjäger in Norwegen und Ostpreußen wurde er 1942 schwer verwundet und wegen dieser Verletzung aus dem Kriegsdienst entlassen. Doch schon im Jahr 1944 ereilte ihn wieder ein Einberufungsbefehl. Diesmal kam er nach Jugoslawien zur Partisanenbekämpfung. Nach Kriegsende geriet er in französische Kriegsgefangenschaft, aus der er erst im Jänner 1946 sehr geschwächt in die Heimat zurückkehren durfte. Nun konnte sich Viktor wieder seinem Beruf als Bauer und Senner widmen. So war er als beliebter Senn auf Vordersuttis, in Klaus, Hinterreuthe und in Hirschau tätig.

1952 führte er Ilga Natter aus Hirschau zum Traualtar und zog mit ihr in das Elternhaus in Hinterreuthe. Ilga schenkte ihm in glücklicher Ehe drei Söhne.

Von 1960 bis zu seiner Pensionierung 1984 war Viktor ein fleißiger Mitarbeiter im Holzbauwerk Kaufmann in Reuthe und führte seine Landwirtschaft gemeinsam mit seiner Familie im Nebenerwerb.

Auch nach seiner Pensionierung wurde Viktor des Schaffens nicht müde und half in der Landwirtschaft, die er seinen Söhnen übergeben hatte, fleißig mit. So war er bis nach dem 90. Lebensjahr Sommer für Sommer auf seiner geliebten Alpe Buchen.

Pfarrer Friedl Kaufmann, der früher sein Nachbar war, feierte einen würdigen Aufer-stehungsgottesdienst, der vom Familienchörle Hans Metzler musikalisch umrahmt wurde. Johannes Beer sprach für den Kameradschaftsbund Worte des Dankes und des Abschieds.

Möge der Herrgott ihm alles Gute seines Lebens lohnen und ihm den ewigen Frieden schenken.