Auf der Suche nach der Diagnose

Vorarlberg / 21.03.2017 • 22:40 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
VN-Bericht vom 18. März 2017.
VN-Bericht vom 18. März 2017.

Bisher keine Erklärung für die rätselhafte Massenerkrankung von Schülern in Mellau.

Bregenz, Mellau. (VN-gs) Am vergangenen Donnerstag lösten plötzliche Übelkeit und Brechdurchfall unter jungen deutschen Skiurlaubern in einem Ferienheim in Mellau einen Großeinsatz der Rettungskräfte aus (die VN berichteten). 18 Schüler im Alter von zwölf und 13 Jahren sind in die Krankenhäuser von Bregenz, Dornbirn und Feldkirch eingeliefert worden, ein Großteil davon konnte wenig später wieder entlassen werden.

Noch immer ist die Ursache für die Symptome ein Rätsel. Wolfgang Grabher, Vorstand der Abteilung für Sanitätsangelegenheiten in Vorarlberg, informierte die VN am Dienstag darüber, dass bei den Betroffenen Stuhlproben entnommen worden sind. Aber auch Proben der Lebensmittel, die die Schülergruppe als Selbstversorger eingenommen haben, sind inzwischen bei den zuständigen Labors in Innsbruck und Wien eingereicht worden.

Gesundheitslandesrat Christian Bernhard sprach vergangene Woche von der Möglichkeit einer Noroviren-Infektion, aber auch von einer Lebensmittelvergiftung. Laut Grabher sei beides nicht auszuschließen. „Entweder ist es das eine oder das andere, oder aber auch beides gleichzeitig“, so der Abteilungsvorstand.

Endgültige Gewissheit könnten jedoch nur die Untersuchungsergebnisse aus den Labors erbringen. „Wir gehen mit vorsichtigem Optimismus davon aus, dass die Resultate innerhalb der nächsten Tage bei uns einlangen werden“, sagte Grabher.