Dringend Tatverdächtige nach Brandstiftungen ausgeforscht

Vorarlberg / 21.03.2017 • 22:40 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Brandserie hielt Bludenzer Feuerwehr seit Februar auf Trab. Foto: vol.at
Brandserie hielt Bludenzer Feuerwehr seit Februar auf Trab. Foto: vol.at

29-jährige Frau bei versuchter Feuerlegung in Bludenz auf frischer Tat ertappt.

Bludenz. Am vergangenen Sonntagmittag brannte in der Bludenzer Werdenbergerstraße ein Müllcontainer, sechs stark verrauchte Wohnungen mussten evakuiert und sieben verletzte Personen ins Krankenhaus eingeliefert werden. Es war der neunte Fall von Brandstiftung in der Bludenzer Innenstadt seit Februar dieses Jahres. Die Polizei tappte bei der Suche nach dem noch unbekannten Feuerteufel im Dunkeln.

Bis um 17 Uhr desselben Tages, als bei der Polizeiinspektion Bludenz das Telefon klingelte. Am anderen Ende der Strippe die Stimme eines Mannes mit einer interessanten Mitteilung: Er sei mit seiner Frau beim Spaziergang in der Bludenzer Unterfeldstraße zum Zeugen geworden, wie eine weibliche Person versuchte, ein brennendes Stück Papier in einen dortigen Altpapiercontainer zu werfen. Der Passant habe die Frau nach dem Telefonat sofort auf ihr Tun angesprochen.

Nicht geständig

Somit gewann die umgehend alarmierte Streife der Polizei noch genügend Zeit, um die Verdächtige am Tatort in der Unterfeldstraße festzunehmen.

Es handelt sich um eine alleinstehende Bludenzerin im Alter von 29 Jahren, wie der Bludenzer Chefinspektor und Kriminalreferent Oswald Wachter den VN mitteilte. „Die Verdächtige hat aber schon gegenüber den Beamten der Streife sofort alles abgestritten“, sagte Wachter. Auch was die weiteren Brandlegungen der letzten Monate in Bludenz betrifft, gebe sich die Betroffene ahnungslos. Doch die Puzzleteile stimmen überein. „Für uns ist die 29-Jährige dringend verdächtig, auch für die anderen Feuerlegungen verantwortlich zu sein“, betont der Chefinspektor. Wie erst jetzt bekannt wurde, habe die Bludenzer Stadtpolizei bereits wenige Tage vor dem „offiziellen“ Beginn der Brandstiftungen im Februar festgestellt, dass es in der Unterfeldstraße zum Brand von Müll gekommen war. Nun müssen Alibis und Indizien überprüft werden. Obwohl der Schwerpunkt der Ermittlungen auf der 29-jährigen Verdächtigen liegt, werden laut Wachter auch noch andere Personen überprüft.

Auf freien Fuß gesetzt

Die ertappte Bludenzerin ist mittlerweile über Anordnung der Staatsanwaltschaft auf freien Fuß gesetzt worden. Sie wird nach Abschluss der Ermittlungen bei der Staatsanwaltschaft Feldkirch angezeigt. 

Die Verdächtige hat aber schon gegenüber den Beamten der Streife sofort alles abgestritten.

Oswald Wachter
VN-Bericht vom 21. März 2017.
VN-Bericht vom 21. März 2017.