Land hat Energieautonomie weiter im Auge

Vorarlberg / 21.03.2017 • 18:56 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Vorarlbergs Verbrauch an Energie blieb zwischen 2005 und 2015 „weitgehend stabil“.

Bregenz. (VN-tw) Das ist die positive Nachricht, die LH Markus Wallner (49, VP) und Landesrat Erich Schwärzler (64, VP) nach der Regierungssitzung gestern, Dienstag, bekannt gaben. Alles andere als in Griffnähe liegt hingegen die für 2020 angestrebte Reduktion um 15 Prozent. Wallner und Schwärzler sprachen denn auch von einer hohen Latte, die freilich weiter bestehen soll.

Satte Förderungen als Anreiz

Von einem erfreulichen Trend sprachen die beiden hingegen bei den Emissionen im Bereich des Kohlendioxids. Diese seien deutlich zurückgegangen. Heuer werde das Land die Bereiche Ölheizungen und E-Mobilität als Schwerpunkte vorantreiben, betonte Schwärzler. Ölheizungen würden bei Neubauten zwar keine Rolle mehr spielen, bei den bestehenden Gebäuden hingegen sehr wohl. Ein Bonus von 2500 Euro, der zusammen mit Förderungen des Bundes deutlich höher ausfallen kann, soll als Anreiz dienen. Zwischen 2005 und 2015 hat laut Schwärzler die Zahl der Ölheizungen landesweit um 50 Prozent abgenommen.

„Enkeltaugliche Maßnahmen“

Gleichzeitig habe man den Anteil erneuerbarer Energieträger von 30 auf 40 Prozent steigern können. Dies sei auch der Grund für den Rückgang an Kohlendioxid-Emissionen. Im Bereich der E-Mobilität stehe neben der Steigerung der Zahl an Elektro-Fahrzeugen die Frage der Infrastruktur in Sachen Ladestationen im Vordergrund. Derzeit sind landesweit 210 Ladestationen des gängigen Typs zwei in Betrieb. Nun solle der Bedarf erörtert werden. Vorarlberg strebt bis 2050 die Energieautonomie an. Um das Ziel erreichen zu können, wurden unter anderem „101 enkeltaugliche Maßnahmen“ festgelegt. Der Großteil befindet sich bereits in der Umsetzungsphase.