Schulautonomie ist für ÖAAB „Mogelpackung“

Vorarlberg / 21.03.2017 • 19:10 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Wolfgang Türtscher kritisiert Reformpaket und Bildungsministerin Hammerschmid.

Bregenz. (VN-hk) Was dem Obmann und Reformkritiker Türtscher überhaupt nicht gefällt: „Dass die Ministerin das Schulreformpaket in Begutachtung gegeben hat, mit dem Zusatz, da gebe es nichts zu verhandeln. Das ist eine eigenartige Vorgangsweise. Da teilt die Exekutive der Legislative mit, dass sie nichts zu sagen habe.“

Unter dem Deckmantel der Autonomie komme es zu einer Mängelverwaltung, sagt Türtscher weiter. „Es wird massiv gespart und die Abschaffung der Mitbestimmungsrechte der Schulpartner Eltern, Schüler und Lehrer soll Schulreformen
erleichtern, die keine Mehrheit in der Bevölkerung haben. Außerdem wird es ein Mehr an Verwaltung geben, es ist wieder ‚eine Reform um der Reform willen‘“, echauffiert sich der konservative Lehrervertreter und AHS-Pädagoge.

Ins Visier nimmt Türtscher auch die geplanten Bildungsdirektionen. Diese seien hauptsächlich da, um die Länder zu entmachten. „Der Bildungsdirektor, der den Präsidenten des Landesschulrats ablöst, wird künftig vom Unterrichtsminister ernannt, die Mitwirkungsrechte der Länder sind wie bei der Bestellung des Polizeidirektors und des Militärkommandanten auf ein höfliches Anhörungsrecht des Landeshauptmanns reduziert.“

Türtscher und seine Gesinnungsfreunde stehen mit ihrer glatten Ablehnung des Autonomiepakets im Land ziemlich allein da. Wirtschaft, Arbeiterkammer sowie andere Lehrervertreter können bei aller Kritik dem Reformpaket viel Positives abgewinnen – die VN berichteten.