Zweite Anklage wegen Verdacht des IS-Terrors

21.03.2017 • 21:40 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Feldkirch. Die Staatsanwaltschaft Feldkirch hat Anklage gegen einen 24 Jahre alten asylberechtigten Tschetschenen erhoben, der 2013 im Syrien-Krieg unter dem Oberkommando der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gegen das Regime von Baschar al-Assad gekämpft haben soll. Einen Termin für einen Prozess gibt es noch nicht, bestätigte Gerichtssprecher Norbert Stütler.

Angeklagt wurde der Syrien-Heimkehrer wegen seiner Mitgliedschaft in einer terroristischen Organisation und weil er sich in Syrien angeblich für terroristische Aktionen hat ausbilden lassen. Im Kriegsgebiet soll er sich einer Terrorzelle angeschlossen haben, die hauptsächlich aus Tschetschenen bestand.

Dieser Splittergruppe gehörte auch jener in Bregenz wohnhafte Tschetschene an, der Ende Februar am Landesgericht Feldkirch wegen derselben Anklagepunkte zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt wurde (die VN berichteten).

Im Gegensatz zu dem damals Verurteilten, der rund fünf Monate in Syrien gewesen war, kehrte der 24-Jährige bereits nach wenigen Tagen aus Syrien zurück.