„Bludesch ist nicht vom Tisch“

Vorarlberg / 22.03.2017 • 21:14 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Gilt als ideales Angebot für Meisterbäcker Ölz: das einstige Areal von Degerdon und Delunamagma in Bludesch.  Foto: VN/Paulitsch
Gilt als ideales Angebot für Meisterbäcker Ölz: das einstige Areal von Degerdon und Delunamagma in Bludesch. Foto: VN/Paulitsch

Großbäcker Ölz könnte in der Tat im Walgau Brötchen backen. Prüfungen laufen weiter.

Bregenz, Bludesch. (VN-tw) Staub aufgewirbelt hat ein Bericht in der Mittwochausgabe der VN, wonach die Landespolitik dem Dornbirner Meisterbäcker Ölz das einstige Firmenareal von Delunamagma in Bludesch schmackhaft macht. Das rund fünf Hektar große Gebiet befindet sich (noch) im Besitz der Illwerke. Vor dem Hintergrund, dass Ölz mit seinen Plänen, in Weiler einen Betrieb zu errichten, auf massiven Widerstand gestoßen ist und dort erst einmal Flächen aus der Grünzone umgewidmet werden müssten, würde der Großbäcker in Bludesch geradezu ideale Bedingungen vorfinden: Die infrage kommende Fläche ist als Betriebsgebiet gewidmet und liegt nur wenige Hundert Meter von der Autobahn entfernt.

Mehrkosten von 1,5 Millionen?

Hinter den Kulissen soll  Bernhard Ölz (47) allerdings nach wie vor mit Weiler als Standort liebäugeln, was für LH Markus Wallner (49, ÖVP) „nicht nachvollziehbar ist“. Als Grund für sein Festhalten an Weiler soll Ölz jährliche Mehrkosten von 1,5 Millionen Euro anführen, weil seine Transporter zwischen Dornbirn und Bludesch längere Strecken zurückzulegen hätten als zwischen seiner Firmenzentrale in der Messestadt und Weiler. Man prüfe und bewerte mehrere Standorte, erklärt Ölz im Gespräch mit den VN. „Auch Bludesch und Dornbirn zählen nach wie vor dazu.“ Von zehn möglichen Standorten seien allerdings sieben wieder vom Tisch. Bei den Illwerken gibt man sich zugeknöpft. Vorstandsdirektor Christof Germann (54) ließ ausrichten: „Wir sind gesprächsbereit.“ Ein Angebot liege auf dem Tisch, der Ball sei jetzt bei Ölz.

„Ölz-Gipfel“ im Landhaus

Offene Worte findet hingegen Michael Tinkhauser (47) als Bludescher Bürgermeister. „Wir würden uns über eine Ansiedlung sehr freuen, es haben bereits mehrere Gespräche zwischen Bernhard Ölz und mir stattgefunden“, betont Tinkhauser. Standortfragen standen auch im Mittelpunkt eines Gesprächs zwischen Ölz und Statthalter Karlheinz Rüdisser (62, VP) am Mittwochnachmittag. „Wir haben alle möglichen Standorte erörtert. Das Verfahren zur Umwidmung in Weiler läuft weiter. Gleichzeitig werden aber saubere Bewertungen von Alternativstandorten vorgenommen. Dann wird Unternehmer Bernhard Ölz eine Entscheidung treffen.“

Wir bewerten Standorte, Bludesch zählt nach wie vor dazu.

Bernhard Ölz, Meisterbäcker