Grünes Licht für Lorünser Entschleunigung

Vorarlberg / 22.03.2017 • 21:14 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Ortseinfahrt wird durch bauliche Maßnahmen verkehrsberuhigt. Baustart im Juni.

Lorüns. (VN-js) Seit mehreren Jahrzehnten werden in Lorüns Pläne für eine Umfahrung der Montafoner Kleingemeinde gewälzt. Nicht weniger als neun unterschiedliche Varianten sind in den 80er- und frühen 90er-Jahren ausgearbeitet worden, ehe schließlich eine Bestvariante festgelegt wurde. Deren Umsetzung lässt aber bis heute auf sich warten.

Drei Etappen

An die 20.000 Fahrzeuge durchqueren an Spitzentagen entlang der Montafoner Straße (L 188) die Gemeinde am Taleingang. Um die Sicherheit der Dorfbewohner und die Lebensqualität der Bevölkerung bemüht, wagte man seitens der Gemeinde in ähnlicher Angelegenheit nun einen neuerlichen Vorstoß beim Land. Mit Erfolg. „Vor Kurzem konnte die Bauverhandlung für die erste von drei Etappen zur Verkehrsberuhigung der Ortsdurchfahrt positiv abgewickelt werden“, freut sich Bürgermeister Lothar Ladner.

In einem ersten Schritt kommt es ab Anfang Juni an der L 188 bei der Ortseinfahrt aus Richtung Bludenz kommend zu verkehrsberuhigenden Umbaumaßnahmen. Konkret soll eine Mittelinsel mit Fahrstreifenversatz errichtet werden. „Die Fahrbahn wird um einige Meter in Richtung der mbs-Bahntrasse verlegt. Die sich daraus ergebende ‚Torwirkung‘ soll dem Lenker signalisieren, dass man in eine Gemeinde einfährt“, führt Ladner aus.

Im Zuge des Umbaus wird auch die Entwässerung des rund 300 Meter langen Straßenabschnitts verbessert. Gleichzeitig kommt es zum Bau eines neuen Gehsteiges samt neuer Straßenbeleuchtung. „Durch die Verlegung der Landesstraße ergibt sich auch eine Verbesserung der Übersicht bei der Einfahrt in die L 188 in diesem Bereich“, freut sich der Gemeindechef.

Zwei-Jahres-Rhythmus

Im Zwei-Jahres-Rhythmus sollen in der Folge die Etappen zwei (2019) und drei (2021) zur Umsetzung kommen. Während für das erste Baulos 568.000 Euro (Land) bzw. 76.000 Euro (Gemeinde) aufgebracht werden müssen, belaufen sich die Gesamtkosten auf rund 1,5 Millionen Euro.

„Die Maßnahmen stellen eine deutliche Aufwertung für die schwächeren Verkehrsteilnehmer dar und sind ein Indiz dafür, dass dem Land eine Verbesserung der Situation wichtig ist“, so Bürgermeister Ladner. Nachsatz: „An den Umfahrungsplänen halten wir natürlich aber weiterhin fest.“