Radroute in Richtung Bahnhof wird sicherer

Vorarlberg / 27.03.2017 • 18:43 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die Querung für Radfahrer und Fußgänger der L 41 Zellgasse soll möglichst rasch sicherer gemacht werden.  Foto: erh
Die Querung für Radfahrer und Fußgänger der L 41 Zellgasse soll möglichst rasch sicherer gemacht werden.  Foto: erh

Sicheres Radfahren ist auch ein wichtiges Thema beim Bau des neuen Bahnhofs.

Lustenau. (erh) Wenn die Anlage im nächsten Jahr in Betrieb geht, wird die Marktgemeinde Lustenau über eine moderne Mobilitätsdrehscheibe verfügen. Gemeint ist der Bahnhof, an dessen Erneuerung derzeit mit Hochdruck gebaut wird. „Wichtig ist aber nicht nur der Bahnhof selbst, sondern auch dessen gute Erreichbarkeit“, sagt Manfred Hagen von der grünen Verkehrsgruppe Lustenau. Schon heute kommt der überwiegende Teil der Bahnpassagiere umweltfreundlich zur Bahn, nämlich mit Bus, zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Das soll auch in Zukunft so bleiben.

Ungünstige Situationen

Die gute Erreichbarkeit des Bahnhofs mit dem Fahrrad war auch letzten Freitagnachmittag das Thema für eine Gruppe von Lustenauer Bürgern, Mitgliedern der grünen Verkehrsgruppe sowie für den Landtagsabgeordneten Daniel Zadra. Konkret ging es dabei um die sichere Querung der Zellgasse L 41. „Sowohl vom Radweg „Am Schlatt“, als auch von der Bahngasse kommend, finden Radfahrer und Fußgänger hier eine sehr ungünstige Situation vor“, betont Hagen. „An der Zellgasse gibt es keine gesicherte Überfahrt. Die Fußgänger haben zwar einen Zebrastreifen, aber aufgrund der hohen Geschwindigkeiten der Autofahrer auf der Zellgasse ist auch für sie die Querung problematisch“, führt er weiter aus.

Zur zusätzlichen Reduzierung von gefährlichen Situationen, die sie als Anrainerin täglich beobachtet, regt Martha Mittelberger außerdem ein Überholverbot für Kraftfahrzeuge entlang der stark befahrenen Zellgasse an.

Verbesserung ist erforderlich

Grundsätzlich sollte also eine Überfahrt für Radfahrer geschaffen und die Geschwindigkeit des Verkehrs auf der Zellgasse durch bauliche Maßnahmen reduziert werden. „Es ist besonders wichtig, dass diese Gefahrensituation möglichst rasch entspannt wird“, unterstreicht auch Daniel Zadra. Gehofft wird nun auf das umgehende Handeln der zuständigen Stellen, weil diese Kreuzung für Radfahrer und Fußgänger von großer Bedeutung ist und sie für die Bewohner der Bahngasse eine wichtige Verbindung zu den Schulen im Rotkreuz und ins Ortszentrum darstellt.

Schon etwa ab April soll die Unterführung von der Bahngasse zum Bahnhof Lustenau benutzbar sein. Damit wird sich der Radverkehr zum Bahnhof verstärkt auf der Bahngasse abspielen. Dies trifft erst recht dann zu, wenn der Bahnhof 2018 komplett fertiggestellt ist.

Ebenfalls auf dieser Route sind die überörtlichen Radwegeverbindungen geplant. Künftig soll es auf der Bahngasse nach Norden eine Radverbindung in Richtung der Firma Alpla in Hard und nach Bregenz geben. Auch Radfahrer, die vom Rheindelta kommen oder dort hinfahren, werden unter Umständen einen Teil dieser Radroute benützen.

Große Radabstellanlagen

Die Marktgemeinde Lustenau ist schon seit Jahren bemüht, die innerörtlichen Radrouten auszubauen und zu verbessern. „Es gibt deshalb ein recht gutes Netz an Radrouten, auf denen man in Richtung Bahnhof radeln kann“, ist sich Hagen sicher. Beim Bahnhof selbst werden auf beiden Seiten des Bahnkörpers großzügige Radabstellanlagen, mit zum Teil absperrbaren Boxen, errichtet. Radfahrer können somit auch von der Bahngasse aus den Bahnhof über die neue Unterführung erreichen und ihr Fahrrad bequem in der Bahngasse parken. Die Bahngasse selbst soll fahrradfreundlich gestaltet werden.