„Ich bin noch immer in Bewegung“

02.04.2017 • 16:29 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
„Als nächstes plane ich eine Reise nach Apulien.“  Foto: VN/Hofmeister
„Als nächstes plane ich eine Reise nach Apulien.“ Foto: VN/Hofmeister

Reisen und ausgedehnte Radtouren, Malen, Besuche in Wien.

Dornbirn. (ee) „Im Jahre 1999 bin ich nach 45 intensiven Berufsjahren in Pension gegangen. Bereits 1969 habe ich in den USA Einkaufszentren unter die Lupe genommen, und so hat mich Hans Drexel 1984 ins Planungsteam für den Messepark in Dornbirn geholt, der 1987 eröffnet wurde. Die Leitung des Messeparks war eine ganz tolle Aufgabe und der Höhepunkt meiner Karriere.“

Das erläutert Rudi Thurnher (78) der Interspar-Geschäftsleiter in Feldkirch war, ehe er seine verantwortungsvolle Stelle im Messepark antrat, gegenüber den VN. „Ich bin noch immer in Bewegung“, beschreibt er sein heutiges Leben. So ist er in der Pension mit Gattin Andrea mit der Eisenbahn und einem Kleinbus von Rajasthan nach Kathmandu gereist und ist als begeisterter Radfahrer auch sehr viel mit dem Fahrrad unterwegs. So hat er zusammen mit Andrea Radreisen in den Niederlanden rund um das Ijsselmeer und von Brüssel nach Brügge, samt einem Speichenbruch im Gewitterregen, und von Bamberg am Main bis nach Aschaffenburg gemacht. Mit seinem Freund Dr. Ernst Hagen ging es über Cortina d’Ampezzo nach Treviso. Eine weitere Radreise führte von Donaueschingen der Donau entlang bis nach Hainburg. Derzeit plant Thurnher eine Reise nach Apulien und setzt sich deshalb vor allem mit der Geschichte Friedrichs II. auseinander.

Zudem hält sich Rudi Thurnher auch öfters in Wien auf, wo seine Tochter an der Wirtschaftsuniversität studiert und derzeit ihre Masterarbeit über ein Thema aus der Finanzwirtschaft schreibt.

Viel Zeit zum Lesen

„Mir bleibt jetzt auch viel Zeit zum Lesen“, fährt Thurnher fort. Zu den Vorarlberger Tageszeitungen kommen fast täglich auch noch ausländische Blätter und aktuelle Bücher, etwa das Werk des Klostertaler Journalisten Gerald Drissner „In einem Land, das neu beginnt“, das die Situation nach dem arabischen Frühling beleuchtet. Und: „Mit Büchern hatte ich in den letzten 17 Jahren auch als Helfer beim Dornbirner Flohmarkt viel zu tun.“

Zwischendurch beschäftigt sich Thurnher auch noch ein bisschen mit der Malerei, wobei die Grundkenntnisse noch aus der Realschule stammen und in den vergangenen Jahren durch verschiedene einschlägige Kurse aufgefrischt wurden.

Treffen mit Freunden

„Gerne gehe ich auch noch Skifahren und treffe mich mit meinen Freunden vom Pfadfinder-Gilde-Club. Dort treffe ich auch Klaus Winkler, der bis zu seiner Pensionierung Leiter der Messepark-Haustechnik war. Er hatte großen Anteil an den vielen Veranstaltungen im Messepark, wie zum Beispiel an den legendären Maskenbällen.“

Thurnher abschließend: „Natürlich verfolge ich mit großem Interesse die Entwicklung des Messeparks. Bei meinen Besuchen dort begegne ich öfters alten Bekannten, wie den Pizza-Pionieren Ferdl und Erika Korbel oder ich schaue auf einen Espresso bei Burkhard Dünser vorbei. Ich habe seinerzeit den noch jungen Mann in der Verwaltung eingestellt und mich sehr gefreut, dass er meine Nachfolge antreten konnte.“ 

Zur Person

Rudi Thurnher

Geboren: 2. April 1939

Ausbildung: vier Klassen Realschule, zweijährige Handelsschule in Bregenz

Beruflicher Werdegang: selbstständiger Kaufmann in Dornbirn, 1978 bis 1984 Interspar-Leiter in Feldkirch, anschließend Leiter Messepark Dornbirn

Familie: verheiratet, eine Tochter

Hobbys: Skifahren, Radfahren, Malen