Abgang sorgt für Personalengpass

Vorarlberg / 03.04.2017 • 17:04 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Arbeitsrechtliches Verfahren. Turbulentes Case Management im Sozialsprengel Leiblachtal.

Hörbranz. (VN-mm) Dicke Luft herrscht offenbar im Sozialsprengel Leiblachtal. Die bisherige Case Managerin hat Ende November 2016 ihr Dienstverhältnis von sich aus mit sofortiger Wirkung beendet. Ein arbeitsrechtliches Verfahren ist anhängig. Die Nachbesetzung der dadurch vakant gewordenen Stelle soll erst nach Abschluss des Verfahrens erfolgen.

Interimslösung

Derzeit werden die Agenden interimistisch vom Geschäftsführer des Sozialsprengels Leiblachtal, Thomas Winzek, und einer weiteren Mitarbeiterin wahrgenommen. Akutfälle, deren Bearbeitung vom Sozialsprengel aufgrund des vorherrschenden personellen Vakuums gegenwärtig nicht möglich sind, übernehmen demnach Mitarbeiter des Sozialzentrums.

Verschlechterung befürchtet

Die Gründe für den vorzeitigen Abgang der Case Managerin können nicht benannt werden, da es sich um ein laufendes Verfahren handle, heißt es in einer Anfragebeantwortung von Soziallandesrätin Katharina Wiesflecker an FPÖ-Gesundheitssprecher Hubert Kinz. Er hatte den personellen Engpass moniert und Verschlechterungen für die Bevölkerung der Gemeinden Eichenberg, Hohenweiler, Hörbranz, Lochau und Möggers in Pflege- und Betreuungsangelegenheiten befürchtet.

In den vergangenen Jahren haben 94 von 96 Gemeinden in Vorarlberg ein sogenanntes Case Management eingerichtet. Ziel ist es, bei komplexen Fällen den Betreuungs- und Pflegebedarf professionell abzuklären. Der finanzielle Aufwand wird vom Land gefördert.

Die Höhe der Subvention ist dabei abhängig von der Einwohnerzahl der Region, den entstandenen Personal- und Sachkosten sowie den geleisteten Stunden. Im Leiblachtal hat ein Verein die Trägerschaft für den Sozialsprengel übernommen. Auch grundsätzliche Personalentscheidungen werden laut Anfragebeantwortung vom Vereinsvorstand getroffen. 2015 wurden vom Case Management des Sozialsprengels Leiblachtal 885,75 Stunden erbracht. Dafür zahlte das Land eine Förderung von 31.390 Euro aus.

Auswirkung auf Förderung

Die momentan äußerst angespannte personelle Situation werde deshalb insbesondere durch die verminderten Stunden im Case Management auch Auswirkungen auf die Förderhöhe für die Jahre 2016 und 2017 haben, lässt Katharina Wiesflecker jetzt schon ausrichten.