Grünzone bleibt im Fokus

04.04.2017 • 16:30 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Industriellenvereinigung und Volkspartei liefern Debattenbeiträge zur Landesgrünzone.

Bregenz. (VN-tw) „Wenn nicht permanent ein wirtschaftskritischer Unterton mitschwingen würde, wäre den Vorstellungen von Johannes Rauch einiges abzugewinnen.“ So kommentiert Martin Ohneberg (46) als Präsident der Industriellenvereinigung (IV) die Ankündigung des Landesrats der Grünen, das Raumplanungsgesetz anzupassen. Die IV habe mit „Vorarlbergs urbaner Weg“ ein Konzept vorgelegt, in dem das positive Zusammenspiel zwischen Wirtschaftsraum und Lebensraum im Mittelpunkt stehe. „Vorarlberg für künftige Generationen zu sichern, heißt aber eben nicht nur Grünzonen zu sichern, sondern auch der Wirtschaft Entwicklungschancen zu geben.“

Grüne als Verhinderer?

Ohneberg vermisst darüber hinaus auch bei den Grünen eine offensive Positionierung zur Landwirtschaft: „Wir sollten uns einer Diskussion nicht verschließen, ob die Landwirtschaft im Rheintal weiterhin großteils auf Monokulturen und Biogasanlagen setzen sollte. Wer behauptet, die Umstände seit Schaffung der Landesgrünzone vor 40 Jahren hätten sich nicht verändert und eine Diskussion dürfe nicht erlaubt sein, betreibt Verhinderungspolitik.“

In eine ähnliche Bresche schlägt Raumplanungssprecher Werner Huber (69, VP). „Die Grünzone ist seit ihrer Verordnung 1977 nicht in Stein gemeißelt und sollte auch in Zukunft Mensch und Natur Entwicklungsmöglichkeiten bieten.“ Im Hinblick auf eine Novelle des Raumplanungsgesetzes wünscht sich Huber neue Möglichkeiten zur stärkeren Baulandmobilisierung, etwa durch Schaffung einer befristeten Baulandwidmung.

Bei LR Rauch schwingt stets ein wirtschaftskritischer Ton mit.

Martin Ohneberg, IV