Wallners Linksaußen

04.04.2017 • 16:16 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Das Türschild ist schon dran: Simon Kampl öffnet die Tür zu einem neuen Job. Foto: VN/Paulitsch
Das Türschild ist schon dran: Simon Kampl öffnet die Tür zu einem neuen Job. Foto: VN/Paulitsch

Der Harder Simon Kampl ist der neue Sprecher an der Seite von Landeshauptmann Markus Wallner.

Bregenz. (VN-mip) David Alaba ist einer. Jordi Alba ist einer. Marcelo ist einer. Und Simon Kampl ist einer. Zwar nicht bei Bayern, Barcelona oder Real Madrid, aber immerhin beim FC Kennelbach: Kampl ist Linksverteidiger. Seine Karriere hat ihn schon an so manchen Ort verschlagen: Hard, Wolfurt, Bregenz, Kennelbach, FCJ Alt-Ottakring. Nach Wien lockte ihn aber nicht der Fußball und Linksaußen ist der Harder höchstens auf dem Rasen: Kampl arbeitete drei Jahre lang für den Zweiten Nationalratspräsidenten Karlheinz Kopf. Seit zwei Wochen schnürt er seine Schuhe wieder für Kennelbach, wechselte neben dem Trikot das Bundesland, den Chef und das Haus; nicht den Job. Simon Kampl ist der neue Assistent an der Seite von Landeshauptmann Markus Wallner.

Fußballsport ist nicht nur roh, emotional und faszinierend, er hat auch praktische Seiten, zumindest bei Simon Kampl. Der FC Kennelbach sei nämlich verantwortlich dafür, dass sich der 28-Jährige in Vorarlberg rasch zurechtgefunden hat: „Ich hatte ständig Kontakt mit meinen Mannschaftskollegen und bin mit ihnen auch auf Ausflüge. Deshalb war es nicht schwer, in Vorarlberg wieder Fuß zu fassen.“ Nach der Matura zog es Kampl zunächst des Studiums wegen nach Innsbruck. Nach vier Jahren bot sich eine neue Chance: „Bei Karlheinz Kopf wurde für den Wahlkampf eine Stelle frei. Ich habe mich beworben und es klappte.“ Also ab nach Wien. Dort baute er sich eine neue Existenz auf. Sprich: Fußball, Freundin, Job, Freunde. Diese hat er nun aufgegeben, um wieder in Vorarlberg zu arbeiten. Zumindest fast alles, die Freundin hat er behalten: „Sie unterstützt mich sehr. Klar mussten wir uns das überlegen, aber wir managen das gut.“ Die Entscheidung sei dann relativ kurzfristig gewesen, schließlich musste zuerst die Bestellung seines Vorgängers als Chef der Landespressestelle klappen.

Ihm gefällt seine Arbeit, er bezeichnet den aktuellen Posten sogar als Job, den er immer machen wollte: „Man kann viel bewegen und positive Dinge für die Menschen umsetzen. Dies ist momentan vielen gar nicht so bewusst. Unser Ziel muss es sein, wieder positive Resonanz zu erzeugen.“

Zurück in die Schulzeit

Der neue Job ist auch visuell ein Weg zurück in die Vergangenheit. Simon Kampls Büro befindet sich im Landhaus im sechsten Stock, mit direktem Blick auf das Bregenzer Gymnasium Gallusstraße. Zehn Jahre ist es her, dass er dort maturierte. Das Büro selbst ist noch nicht eingerichtet, wie er entschuldigend anmerkt: „Ich bin erst seit Dienstag hier. Beim Türschildwechsel waren sie aber sehr schnell.“

Derzeit wohnt Kampl im Elternhaus in Hard, dort ist er allerdings nicht oft. Die Oma sei zwar überglücklich, dass der Enkel wieder im Land sei, aber: „Ich bin momentan nur zum Schlafen zu Hause.“ Schließlich muss er als rechte Hand des Landeshauptmanns nicht nur ständig erreichbar sein, auch dreimal Training und ein Match am Wochenende kosten Zeit: „Dieses Hobby will ich aber beibehalten.“ Bleibt noch Zeit übrig, verbringt er diese mit Computerspielen – Fifa natürlich – oder lesen. „Meine Freundin und ich wechseln uns zudem bei den Besuchen ab“, berichtet der 28-Jährige. Das nächste Ziel hat er ebenfalls schon vor Augen: „Ich suche eine Wohnung im Unterland.“ Idealerweise mit einem Fußballplatz in der Nähe.

Man kann viel bewegen und Dinge für die Menschen umsetzen.

Simon Kampl

Zur Person

Simon Kampl,

ist seit 1. April neuer Pressesprecher von Landeshauptmann Markus Wallner.

Geboren: 11. März 1989

Laufbahn: dreieinhalb Jahre bei Karlheinz Kopf im Büro.

Wohnort: Hard

Familie: eine Schwester, Freundin

Hobby: Fußball, Politik (JVP)