Der Frühling lockt die Menschen in die Natur

07.04.2017 • 16:51 Uhr / 7 Minuten Lesezeit
Stiefmütterchen
Stiefmütterchen

Endlich blüht die Natur wieder. Wie Sie Ihren Garten nun fit für den Frühling machen, verrät ein Gartenexperte.

Klaus. (VN-jun) Blätter und Blüten drängen ans Licht, die Gärten verwandeln sich von Tag zu Tag. Nach Monaten eisiger Temperaturen und grauen, tristen Wetters ist die Natur wieder erwacht – und mit ihr auch die Menschen. Denn kaum scheint die Sonne, lockt die frisch erwachte Pflanzenwelt die Leute ins Freie. Hobbygärtnern kribbelt es regelrecht in den Fingern, schließlich ist jetzt im heimischen Garten einiges zu tun: Rasen mähen, Sträucher schneiden und Blumen pflanzen.

Den Start für die Gartensaison läutet die gelb blühende Forsythie ein, die mittlerweile überall in Vorarlberg blüht. Anschließend folgt die Obstblüte, die darauf hindeutet, dass es deutlich milder geworden ist. Dann können auch Frühlingsblüher wie Ranunkeln, Primeln, Stiefmütterchen, Bellis, Vergissmeinnicht, Narzissen, Tulpen und Hyazinthen in den Garten gepflanzt werden. „Selbst leicht frostige Temperaturen machen diesen Pflanzen nichts aus“, erklärt Stephan Ludescher (50), Geschäftsführer der Gärtnerei Ludescher in Klaus. Auch selbst angebautes Gemüse sowie Kräuter können nun ins Freie gebracht werden. Spezielle Wintersalate bilden bereits bei geringen Temperaturen rasch Blätter. „Die Palette an Gemüsesorten, die man nach draußen pflanzen kann, wird jeden Tag größer“, weiß der Gärtner. Kräuter sind sehr kälteverträglich. Die Klassiker wie Rosmarin, Thymian, Petersilie und Schnittlauch fühlen sich laut Ludescher im Freien wohler als im Haus. Man kann sie nun also guten Gewissens auf die Terrasse stellen oder in den Garten pflanzen. „Nur der Basilikum ist kälteempfindlich und sollte bis Mai noch nicht nach draußen gesetzt werden.“

Stetiger Wechsel in der Natur

Welche Pflanzen blühen am längsten im Garten? „Das ist sehr unterschiedlich. Es gibt Pflanzen, die stehen lieber in der Sonne, und welche, die stehen lieber im Schatten. Da kann man sich beim Gärtner beraten lassen“, sagt Ludescher. Es gebe auch nicht den einen Zeitpunkt, an dem alles blüht. „In der Natur ist ein stetiger Wechsel da, das ist spannend. Wir wünschen uns vielleicht, dass alles auf einmal blüht, aber so funktioniert die Natur nicht.“ Auf die Frühlingsblüher folgen die Sommerblüher im Mai. Diese blühen dann bis zum ersten Frost im Herbst durch. „Das sind einjährige Pflanzen wie Geranien, Begonien, Salvien und die Sonnenliesel“, zählt Ludescher auf.

Wer nur einen Balkon besitzt, der kann jetzt trotzdem aktiv werden. Denn sowohl Frühlings- als auch Sommerblüher können in Gefäße gepflanzt werden. „Wenn man sich dazu noch eine gemütliche Sitzecke einrichtet, dann bietet ein Balkon einen schönen Ort zum Entspannen“, sagt Ludescher. „Ich empfehle, dass man die Gartenarbeit für sich selbst macht. Dass man in sich hineinhorcht und überlegt, was für Farben und Pflanzen mir guttun.“

Gartenarbeit tut uns gut. Sie ist ein Ausgleich für die Seele.

Stephan Ludescher
Narzissen
Narzissen
Hyazinthen
Hyazinthen
Mannsschild
Mannsschild
Winterspuren und Unkraut entfernenDas Erste, was man laut Ludescher im Garten machen sollte, ist, die Spuren des Winters zu beseitigen. Dazu zählen unter anderem Laub und abgebrochene Äste, die auf dem Rasen liegen. „Der Bereich, der bepflanzt werden soll, sollte zudem vom Unkraut befreit werden. So wird es nicht wieder in die Erde eingearbeitet und das Beet bleibt sauber“, sagt der Experte.

Winterspuren und Unkraut entfernen

Das Erste, was man laut Ludescher im Garten machen sollte, ist, die Spuren des Winters zu beseitigen. Dazu zählen unter anderem Laub und abgebrochene Äste, die auf dem Rasen liegen. „Der Bereich, der bepflanzt werden soll, sollte zudem vom Unkraut befreit werden. So wird es nicht wieder in die Erde eingearbeitet und das Beet bleibt sauber“, sagt der Experte.

Sträucher schneidenAuch die Gartenschere kommt im Frühling zum Einsatz. Winterblüher, Rosen, Hortensien und Obstbäume können leicht geschnitten werden. Forsythien wie auch andere im Frühling blühende Gehölze sollten erst nach der Blüte gestutzt werden.

Sträucher schneiden

Auch die Gartenschere kommt im Frühling zum Einsatz. Winterblüher, Rosen, Hortensien und Obstbäume können leicht geschnitten werden. Forsythien wie auch andere im Frühling blühende Gehölze sollten erst nach der Blüte gestutzt werden.

Erde auflockernDie Erde mit einer Gartenkralle auflockern. „Pflanzen wurzeln in einer lockeren Erde viel besser als in einer festen“, erklärt Ludescher. Wer gleich noch biologisch düngen möchte, der arbeitet Schafwollpellets in die Erde mit ein. Dieser organische Langzeitdünger hält über zehn Monate und man muss sich das restliche Jahr um nichts mehr kümmern.

Erde auflockern

Die Erde mit einer Gartenkralle auflockern. „Pflanzen wurzeln in einer lockeren Erde viel besser als in einer festen“, erklärt Ludescher. Wer gleich noch biologisch düngen möchte, der arbeitet Schafwollpellets in die Erde mit ein. Dieser organische Langzeitdünger hält über zehn Monate und man muss sich das restliche Jahr um nichts mehr kümmern.

Blumen pflanzenFür die Blumen ein Loch in die vorgelockerte Erde graben, die ausgesuchten Frühlingsblüher hineinsetzen und mit Erde zuschieben. „Der Gärtner gibt die Pflanztiefe mit dem Erdballen im Topf vor. Wenn man die Blumen zu tief einpflanzt, besteht die Gefahr, dass sie faulen. Pflanzt man sie zu hoch ein, können sie auseinanderfallen“, erklärt der Gärtner. Wer im Frühling zusehen möchte, wie die Blumen langsam aus der Erde drängen, der kann bereits im Herbst die Blumenzwiebeln in die Erde setzen. „Je früher man die Zwiebeln legt, desto besser für die Pflanze. Denn sie brauchen eine Kältephase, dass sie im Sommer reich blühen“, sagt Ludescher.

Blumen pflanzen

Für die Blumen ein Loch in die vorgelockerte Erde graben, die ausgesuchten Frühlingsblüher hineinsetzen und mit Erde zuschieben. „Der Gärtner gibt die Pflanztiefe mit dem Erdballen im Topf vor. Wenn man die Blumen zu tief einpflanzt, besteht die Gefahr, dass sie faulen. Pflanzt man sie zu hoch ein, können sie auseinanderfallen“, erklärt der Gärtner. Wer im Frühling zusehen möchte, wie die Blumen langsam aus der Erde drängen, der kann bereits im Herbst die Blumenzwiebeln in die Erde setzen. „Je früher man die Zwiebeln legt, desto besser für die Pflanze. Denn sie brauchen eine Kältephase, dass sie im Sommer reich blühen“, sagt Ludescher.

Blumen gießenGrundsätzlich sind die Pflanzen, die man beim Gärtner kauft, gut gepflegt und gedüngt. Deshalb müssen die eingepflanzten Blumen nicht unbedingt gedüngt werden. Allerdings sollten sie regelmäßig gegossen werden. „Wasser ist das Wichtigste für die Pflanzen“, weiß Ludescher. Wenn es warm ist, nicht regnet und die Blumen die Köpfe hängen lassen, dann haben sie zu wenig Wasser. „Zu viel gießen ist im Garten kaum möglich, weil das Wasser in der Erde versickert. Bei Topfpflanzen muss man mehr auf die Menge achten.“

Blumen gießen

Grundsätzlich sind die Pflanzen, die man beim Gärtner kauft, gut gepflegt und gedüngt. Deshalb müssen die eingepflanzten Blumen nicht unbedingt gedüngt werden. Allerdings sollten sie regelmäßig gegossen werden. „Wasser ist das Wichtigste für die Pflanzen“, weiß Ludescher. Wenn es warm ist, nicht regnet und die Blumen die Köpfe hängen lassen, dann haben sie zu wenig Wasser. „Zu viel gießen ist im Garten kaum möglich, weil das Wasser in der Erde versickert. Bei Topfpflanzen muss man mehr auf die Menge achten.“

Bellis
Bellis
Primeln
Primeln

Am Samstag, 22. April, startet die VN-Serie „Pflanzzeit, Gartenzeit“. Hier verraten Vorarlbergs Garten-Profis ihre Tipps und Tricks rund um das Thema Garten.