Die 47er brachten es weit

07.04.2017 • 17:02 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Er bringt den Jahrgang 1947 zusammen: Hanspeter Feuerstein. Am 25. Mai wird der 70er mit einem Ball groß gefeiert.  Foto: VN/STeurer
Er bringt den Jahrgang 1947 zusammen: Hanspeter Feuerstein. Am 25. Mai wird der 70er mit einem Ball groß gefeiert. Foto: VN/STeurer

Dank dem ehemaligen Bankdirektor feiert sich der Jahrgang 1947 heuer groß.   

Nenzing. (VN-kum) Der Krieg war zu Ende. Jene, die ihn miterlebt hatten, wollten das Grauen ein für alle Mal hinter sich lassen. Deshalb blickten sie nicht zurück, sondern schauten nach vorne. Es galt ja auch, das Land, das in Trümmern lag, wiederaufzubauen. Jetzt waren Fleiß und Tüchtigkeit gefragt. Diese Tugenden forderte die Kriegsgeneration auch von ihren Kindern ein.

Ärmel hochkrempeln

Hanspeter Feuerstein kam 1947, zwei Jahre nach Kriegsende, zur Welt. „Anstatt in den Kindergarten zu gehen, habe ich meinem Vater in der Tischlerwerkstatt geholfen. Er war um jede helfende Hand froh“, erinnert sich das Nachkriegskind, das nach eigenen Angaben mit Riebel und Kaffee aufgezogen wurde. Seine Eltern lebten ihm vor, dass man die Ärmel hochkrempeln und Vollgas geben muss. „Sie haben mich zu einem arbeitsfreudigen und zielstrebigen Menschen erzogen.“ Für ihn ist klar, dass die Eltern den Grundstein für seine spätere Karriere legten. Dass sein Jahrgang besonders viele Führungspersönlichkeiten und Erfolgsmenschen hervorgebracht hat, wundert ihn nicht. „Uns hat die Zeit so geprägt, dass wir tüchtig wurden.“ Als (inzwischen pensionierter) Bankdirektor reiht sich Feuerstein in eine Riege von Menschen ein, die wie er 1947 geboren wurden und es zu etwas gebracht haben, wie etwa Hans Concin, Elmar Oberhauser, Gottfried Bechtold, Hans Dieter Grabher, Elmar Marent, Gottfried Schröckenfuchs, Jürgen Weiss, Hanspeter Bischof, Werner Schelling, Monika Helfer und Manfred Bliem.

„Heuer feiert mein Jahrgang, der sicherlich erfolgreichste Jahrgang der letzten 100 Jahre aus Vorarlberg, den 70. Geburtstag. Dieses Jubeljahr begehen wir 47er mit einem großen Fest in der Walserhalle in Raggal am 25. Mai“, informiert Feuerstein, der heute seinen 70. Geburtstag feiert. Der Nenzinger initiierte und organisierte schon die Jubiläumsfeste 1997 und 2007. Denn: „Für mich ist es ein Bedürfnis, Menschen zusammenzubringen.“ Seit November beschäftigt ihn die Organisation der diesjährigen Feier täglich bis zu vier Stunden. „Für mich ist es wichtig, dass ich am Abend sagen kann: ,Ich habe etwas geleistet‘“, legt Feuerstein auch in der Pension noch Wert auf ein tätiges Leben. Deshalb berät der studierte Volkswirt auch heute noch Firmen. Ein Macher war er auch im Job. Unter seiner Ägide wurde aus der kleinen Regionalbank in Nenzing die drittgrößte Raiffeisenbank in Vorarlberg. „Am Anfang hatte ich zwölf Mitarbeiter, zum Schluss 65.“ Eine 60-Stunden-Woche war für den Banker die Regel.

Uns hat die Zeit so geprägt, dass wir tüchtig wurden.

Hanspeter Feuerstein

Zur Person

Hanspeter Feuerstein

organisiert zusammen mit Hugo Rogginer und Erwin Mohr, alle Jahrgang 1947, zum 70er ein Jahrgangsfest.       

Geboren: 8. April 1947

Ausbildung: Volkswirt

Familie: verheiratet, fünf Kinder

Hobbys: Skifahren, Tennis, Joggen