Häftling nach Brand in Zelle in Lebensgefahr

07.04.2017 • 20:33 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Arrestzelle, in der der Häftling vermutlich selbst den Brand gelegt hatte.  Foto: Mathis
Die Arrestzelle, in der der Häftling vermutlich selbst den Brand gelegt hatte.  Foto: Mathis

28-jähriger Mann wurde bei Feuer in Bludenzer Arrestzelle schwer verletzt.

Bludenz. Ein 28-jähriger Mann, der in der Nacht auf Freitag bei einem Brand in seiner Zelle im Polizeianhaltezentrum in Bludenz schwer verletzt worden ist, schwebt in Lebensgefahr. Er wurde in eine Spezialklinik in der Nähe von München geflogen. Mittlerweile gehe man davon aus, dass er selbst das Feuer gelegt hat, so die Polizei. Ein technischer Defekt könne definitiv ausgeschlossen werden. Die Brandermittlung sei aber noch nicht abgeschlossen.

Rettung durch Wachebeamten

Der Österreicher war erst gegen 23 Uhr in das Anhaltezentrum gebracht worden. Er sollte dort eine 14-tägige Verwaltungsstrafe verbüßen. Gegen 1.45 Uhr meldete die Brandmeldeanlage das Feuer in der Zelle im Erdgeschoß. Ein 60 Jahre alter Wachebeamter zog den Häftling aus den Flammen und rettete ihm damit das Leben. Die Rettung sei nicht so einfach gewesen. Zunächst musste der 60-Jährige die Tür der Zelle aufsperren, durch diese gelangte er in den Vorraum der Zelle. Von dort trennen noch Gitterstäbe den eigentlichen Gefangenenraum ab. Die Zelle sei völlig verraucht gewesen, der Beamte hat sich auch eine Rauchgasvergiftung zugezogen. Ein weiterer Insasse erlitt ebenfalls eine Rauchgasvergiftung. Derzeit befinden sich 13 Menschen im Anhaltezentrum Bludenz.