Sturzbetrunken falschen Alarm ausgelöst

07.04.2017 • 20:34 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Auch die Wasserrettung machte sich auf die Suche im Bereich der Gewässer Litz und Ill. Foto: Feuerwehr Schruns
Auch die Wasserrettung machte sich auf die Suche im Bereich der Gewässer Litz und Ill. Foto: Feuerwehr Schruns

Gesuchte war nicht am Berg abgestürzt, sondern beim Trinken von Alkohol.

Schruns. Freitag, 1.50 Uhr nachts: Auf einer Wiener Polizeidienststelle meldet ein Mann aus Wien, dass er von einer bekannten Frau aus Schruns eine beunruhigende Nachricht auf sein Handy bekommen habe. Darin schrieb sie, dass sie abgestürzt sei und Hilfe benötige. Von Wien aus wurde eine Handypeilung eingeleitet, die ergab, dass sich die Frau im Raum Schruns befindet.

Umgehend wurden die Rettungsfeuerwehrleitstelle (RFL) Feldkirch und die Bezirksleitstelle Bludenz verständigt und eine Suchaktion eingeleitet.

Großeinsatz

Die Ortsfeuerwehren von Schruns, Gantschier und Tschagguns sowie die Bergrettung Schruns-Tschagguns durchsucht das Gebiet um den ermittelten Handystandort. Auch die Wasserrettung nahm die Suche im Bereich der Gewässer Litz und Ill auf. Vergeblich.

Doch dann die Überraschung: Von der Polizei konnte schließlich erhoben werden, dass sich die Frau bis Mitternacht in einem Schrunser Lokal aufgehalten hatte. Ihr Freund konnte telefonisch erreicht werden und gab an, dass sich die Gesuchte wohlauf bei ihm in der Wohnung befinden würde. Bis zum Eintreffen der Polizeistreife verließ die Frau fluchtartig die Wohnung des Freundes, sie konnte jedoch kurze Zeit später auf dem Weg zur eigenen Wohnung von der Polizei angehalten werden – unverletzt, aber stark alkoholisiert.

Grundsätzlich können solcherlei Anrufe teuer werden. Wer einen Notruf bewusst missbräuchlich verwendet, muss mit Geld- oder sogar Haftstrafen rechnen. Auch eine Schadenersatzklage durch die Einsatzkräfte ist möglich.