Therme am Seeufer soll rasch gebaut werden

07.04.2017 • 17:38 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Auf 2,5 Hektar Fläche entsteht eine Therme mit rund zehn Metern Höhe. Baubeginn soll noch im Herbst sein.
Auf 2,5 Hektar Fläche entsteht eine Therme mit rund zehn Metern Höhe. Baubeginn soll noch im Herbst sein.

Im Herbst 2019 soll Therme in Lindau eröffnen. Gegner können Pläne beeinspruchen.

Lindau. (VN-mig) 98.500 bedruckte Seiten Papier haben Betreiber und Stadtvertreter mit ins alte Eichwaldbad gebracht. Die Pläne und Gutachten sollen den Weg für eine Megatherme direkt am See freimachen. Einen Monat lang liegt der Bauantrag öffentlich aus. In dieser Zeit können Einwände gegen das 40-Millionen-Projekt eingebracht werden. Die wird es geben. Das haben Thermengegner gegenüber den VN bereits angekündigt. Eine Bürgerinitiative, bestehend aus Anrainern, will alle rechtlichen Möglichkeiten nutzen, um das Projekt doch noch zu verhindern.

„Unser Zeitplan steht“, sagt Lindaus Oberbürgermeister Gerhard Ecker. Einwände, so seine Überzeugung, könnten den Thermenbau „allenfalls um ein paar Monate verzögern“. Mit einem Mehrheitsbeschluss des Stadtrats gibt es grünes Licht für das Großprojekt. Auflagen zu Lärm- und Umweltschutz seien abgestimmt. „Alles andere entscheiden wir selbst“, macht Ecker deutlich. Die Gegner der Therme bezeichnet er als eine kaum nennenswerte Minderheit. Die meisten Lindauer würden sich auf die geplante Therme freuen.

Bad mit langer Tradition

Seit 1929 gibt es das öffentliche Bad am See. Anfang der 70er-Jahre wurde mit Aushubmaterial der ersten Pfänderröhre die Badefläche aufgeschüttet. 1975 ging das Eichwaldbad in Betrieb. Fehlende finanzielle Mittel haben weitere Ausbaupläne später verhindert.

Jetzt schießt ein privater Investor ordentlich Geld zu. 40 Millionen Euro wird das Bauvorhaben verschlingen. 12,5 Millionen zahlt die Stadt. Den Löwenanteil steuert Andreas Schauer bei. Entstehen werde eine Anlage mit vielfältigem Angebot, sagt der Betreiber. Ein großes Strandbad mit Kleinkindbereich und 50-Meter-Außenbecken zählt ebenso dazu wie ein Sport- und Familienbad. Herzstück wird die Therme. Das Bad wird im Ganzjahresbetrieb geführt und soll das Thermenangebot in der Seeregion ergänzen.

Wenn alles nach Plan läuft und Einsprüche keine aufschiebende Wirkung haben, sollen noch im Herbst die Bagger auffahren. Nach 24 Monaten Bauzeit will Schauer die Therme am See eröffnen. Sie soll jährlich 300.000 Besucher anlocken.