Finanzspritze vom Land für geplagte heimische Imker

09.04.2017 • 17:35 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Das Land will helfen, damit es den Bienen besser geht. VN/Lerch
Das Land will helfen, damit es den Bienen besser geht. VN/Lerch

Landesrat Erich Schwärzler verdoppelt Hilfen für Imker auf 100.000 Euro.

Hohenems. (VN-pes) Rund 1500 Imker züchten in Vorarlberg aktiv Bienen, bis zu 10.000 Völker schwärmen aus ihren Bienenstöcken aus, um Pollen zu sammeln und Honig zu produzieren. Zurzeit sind es aber deutlich weniger, zahlreiche Völker kamen nicht durch den Winter. Imkerpräsident Egon Gmeiner forderte im Vorfeld der Generalversammlung des Imkerverbands am Freitag einen Schulterschluss von Imkern und Politik, um dem Bienensterben auf den Grund zu gehen.

Landwirtschaftslandesrat Erich Schwärzler (ÖVP) sagte den Bienenzüchtern auf ihrer Versammlung nun finanzielle Hilfe zu. „Der Landesbeitrag für das laufende Jahr wird auf 100.000 Euro verdoppelt“, verkündete Schwärzler und fügte an: „Die Vorarlberger Imker werden in ihrer derzeit schwierigen Situation nicht alleingelassen.“ Der Agrarlandesrat betont jedoch: „Vordringliche Aufgabe ist es, die Ursachen für das Bienensterben genau zu analysieren.“ Zu diesem Zweck werden Proben an die Agentur für Lebensmittelsicherheit (AGES) eingeschickt und genau untersucht. Die zusätzlichen Mittel sollen aber auch für die Bekämpfung der Bienensterblichkeit und für Bestandsergänzungen aufgrund der Verluste verwendet werden.

Zwei Programme

Wie Egon Gmeiner, der zusammen mit Imkervereins­obfrau Elisabeth Vögel am Donnerstag zum Expertengespräch bei den VN zu Gast war, erläutert, gibt es derzeit zwei Programme, um Imker, die ihre Bienenvölker verloren haben, wieder mit Bienenständen zu versorgen. So gebe es zum eine die Aktion „Von Vorarlberger Imkern für Vorarlberger Imker“, in deren Rahmen sich Bienenzüchter gegenseitig mit Völkern aushelfen. Zum anderen werden auch Bienen aus der Steiermark ins Land geholt, die Transportkosten schießt hier das Land zu. „Das Ziel ist es, bestehende Völker zu erhalten, und denen, die keine Bienen mehr haben, zu neuen Völkern zu verhelfen“, erläuterte Gmeiner am Rande des Gesprächs.