Hulapalu auf 2100 Metern Seehöhe

09.04.2017 • 16:28 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Vor dem Auftritt nahm sich Andreas Gabalier gerne auch noch Zeit für ein Selfie mit weiblichen Fans. 
Vor dem Auftritt nahm sich Andreas Gabalier gerne auch noch Zeit für ein Selfie mit weiblichen Fans. 

Volks-Rock’n’Roller
Andreas Gabalier brachte rund 10.000 Fans auf die Silvretta Nova.

St. Gallenkirch. (VN-mm) Wie kaum ein anderer bewegt und begeistert er derzeit die Massen. Denn seine Fans folgen Andreas Gabalier (32) überall hin. Am Samstag sorgten rund 10.000 Anhänger des Volks-Rock’n’Rollers für einen wahren Menschenauflauf im Skigebiet Silvretta Montafon. Zum dritten Mal läutete Gabalier dort das Saisonfinale ein. Erst jüngst mit dem deutschen Musikpreis „Echo“ ausgezeichnet, ließ er es auf 2100 Metern Seehöhe zum Gaudium des Publikums ordentlich krachen.

Der Auftritt von Andreas Gabalier war als Dankeschön an die vielen Saisonkartenbesitzer gedacht. Aber auch die Tageskarten für den 8. April gingen bereits im Jänner weg wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln. Deshalb musste der Verkauf schon bald gestoppt werden. Für eine imposante Kulisse reichte es allemal. Beinahe unübersehbar war die Menge, die sich im Bereich der Bergstation der Valiserabahn und auf dem dahinter liegenden steilen Hügel tummelte. In diesen Hügel hatten die Pistenbully-Fahrer sogar noch Schneebänke gehauen, um das Stehen etwas angenehmer zu machen.

Lange Warteschlangen

Weniger begeistert dürften die Skifahrer gewesen sein, die sich in der Talstation inmitten der träge dahin wummernden Fan-Kolonne lange gedulden mussten, bis sie ihre ersten Schwünge auf die gut präparierten Pisten setzen konnten. Doch spätestens als Andreas Gabalier sein „Hulapalu“ in den unverschämt blauen Frühlings­himmel schmetterte, waren die Abfahrten wie leergefegt.

Autogramme und Selfies

Schon um 9 Uhr morgens hatten sich die ersten Fans die besten Plätze ganz vorne bei der Bühne gesichert. Stundenlang harrten sie in der prallen Sonne aus. Da gab es für die gleich in Zugstärke aufmarschierte Rotkreuz-Mannschaft einiges zu tun. Kurz vor dem Auftritt wird Andreas Gabalier von der Bahn durch den Versorgungstunnel und die Küche ins Restaurant geschleust. Auch dort warten Fans auf den Kärntner. Es sind vorwiegend weibliche. Er weiß, was er ihnen schuldig ist. Geduldig schreibt der Volksmusikstar Autogramme auf Servietten und Skihelme und stellt sich für Selfies zur Verfügung. Während draußen die „Monroes“ als Vorgruppe dem Publikum einheizen, gönnt sich Andreas Gabalier ein schnelles Mittagessen. Pünktlich um 14 Uhr steht er auf der Bühne und legt los, dass die Berge wackeln. Gut eineinhalb Stunden hält er das Publikum mit neuen und alten Songs bei prickelnder Laune. Ja, er hat’s drauf, der Andreas Gabalier. Zu ihm und seiner Musik kann jeder stehen, wie er will, aber die, die ihn live erleben, steckt er mit links in die Tasche seiner Lederhose.

Neue Lösung gesucht

Auch die Simo-Chefs Peter Marko und Peter Gaugg gönnten sich das Vergnügen. „Wir wollten zum Saisonende einen Akzent setzen und zeigen, dass es sich immer noch gut Skifahren lässt“, begründet Marko das Gabalier-Engagement. Schluss ist am 17. April. Nach einer etwas verkorksten Saison hofft Marko, wenigstens das Vorjahresergebnis erreichen zu können. Ebenfalls noch nicht vom Tisch ist der Neubau der in die Jahre gekommenen Valiserabahn. Mit einem Plan ist die Simo an Einsprüchen von Grundbesitzern gescheitert. Nun wird an einer Lösung für die bestehende Trasse gefeilt.

Beinahe unübersehbar war die Menschenmenge, die Andreas Gabalier am Berg zujubelte. Sogar das Wetter passte zur Stimmung, die letztlich selbst Nicht-Gabalier-Fans mitriss. Fotos: vn/steurer
Beinahe unübersehbar war die Menschenmenge, die Andreas Gabalier am Berg zujubelte. Sogar das Wetter passte zur Stimmung, die letztlich selbst Nicht-Gabalier-Fans mitriss. Fotos: vn/steurer